Jetzt live: Bundespressekonferenz

Spahn: „Impfstoff könnte in Praxen verfallen“

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Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht in der Bundespressekonferenz über die Lage in der Corona-Pandemie.
Berlin -

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Kürzung der Impfstofflieferungen relativiert. Es werde mehr Impfstoff ausgeliefert, als die Praxen verimpfen könnten.

In dieser und in der nächsten Woche gingen 18 Millionen Booster-Impfungen an die Länder, den Großhandel und in die Arztpraxen. Aktuell könne aber noch nicht alles verimpft werden. „Da ist noch etwas in den Kühlschränken.“ Daher werde er mit den Verantwortlichen sprechen, damit nichts verfalle. Man werde Bestellungen bestmöglich bedienen. „Aber wir müssen das so machen, dass es in einem Verhältnis stehen zu dem, was verimpft wird.“

In den letzten drei Tagen habe es mehr als 300.000 Impfungen gegeben, alleine 100.000 Erstimpfungen in den vergangenen zwei Tagen. 10 Prozent der Bevölkerung habe bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Es gebe also neuen Schwung, dafür dankte Spahn allen Beteiligten.

Die Versäumnisse in den letzten zwei Monaten sieht er nicht bei sich: Seit Beginn der Pandemie seien Maßnahmen im Infektionsschutzgesetz (IfSG) vorgesehen, die Umsetzung müssen von den Behörden in den Ländern kommen. „Ich kann keine Kontaktbeschränkungen anordnen.“ Machtlos fühle er sich aber nicht: „Wir entscheiden ja“, so Spahn mit Blick etwas auf Südafrika. „Das, was ich als Minister entscheiden kann, entscheide ich auch.“ Auch die Verantwortung übernehme er dann dafür.

Die aktuellen Corona-Maßnahmen der Ampel kritisierte er. Man verkämpfe sich auf Nebenkriegsschauplätzen: Eine Diskussion über eine Impfpflicht bringe akut nichts, man gründe neue Krisenstäbe, obwohl es die seit Monaten gebe. Zu viele auch in politischer Verantwortung dächten, es werde schon gut gehen.

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