SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert einen gesetzlichen Anspruch auf einen zeitnahen Termin beim Facharzt. „Angemessen wären etwa drei Wochen“, sagte Miersch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es sei nicht gerecht, dass Privatversicherte schneller einen Facharzttermin bekämen, als gesetzlich Versicherte.
Als Möglichkeit schlug Miersch ein „Bonus-Malus-System in der Ärztevergütung“ vor. „Wer keine Termine anbietet, dessen Budget sinkt. Alternativ könnte das Geld dann an Kliniken gehen, die mit ambulanten Arztterminen einspringen.“
In der Debatte um lange Wartezeiten für Facharzttermine hatte schon der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine Termingarantie bei Fachärzten für gesetzlich Versicherte gefordert. Nach einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Linken-Anfrage betrug bei gesetzlich Versicherten, die mindestens einen Tag auf einen Facharzttermin gewartet haben, die Wartezeit 2024 durchschnittlich 42 Tage.
Aktuell arbeitet eine von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Expertenkommission an Vorschlägen für Einsparungen bei der Gesundheitsversorgung. Sie soll ihre Ergebnisse kommende Woche vorstellen.
APOTHEKE ADHOC Debatte