Dienstreise

Gröhe tourt durch die USA

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Berlin -

Nachdem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in der vergangenen Woche die erste Lesung seines GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes wegen eines grippalen Infekts verpasst hat, reist er heute in die USA, um über internationale Gesundheitspolitik zu reden. „Grüße aus 10.000 Metern Höhe“, postete er am Nachmittag auf seiner Facebook-Seite. Bei den Gesprächen soll es unter anderem um den Kampf gegen globale Gesundheitsgefahren gehen. Bis zum 13. März dauert sein Aufenthalt.

Mit seiner amerikanischen Amtskollegin Sylvia Mathews Burwell soll Gröhe in Washington über die gesundheitspolitischen Schwerpunktthemen der deutschen G-7-Präsidentschaft reden – dazu gehören etwa der Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen und Konsequenzen aus dem Ebola-Ausbruch in Westafrika. Gröhe werde Burwell zudem zur Konferenz der Gesundheitsminister der G-7-Staaten in Deutschland im zweiten Halbjahr einladen, heißt es aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG).

In der Konrad-Adenauer-Stiftung in Washington soll der Minister die deutsche Position zu globalen Gesundheitsgefahren erläutern und anschließend gemeinsam mit Professor Dr. Lothar H. Wieler, dem Direktor des Robert Koch-Instituts (RKI), die amerikanische Seuchenschutzbehörde (CDC) in Atlanta besuchen. Schwerpunkt ist auch hier das internationale Engagement gegen die Ebola-Epedemie in Westafrika.

Einen weiteren Besuch werde Gröhe dem Krebsforschungszentrum der Georgetown University (Lombardi Cancer Center) in Washington abstatten und sich über Fortschritte in der Krebsforschung informieren.

Bei Unternehmensbesuchen in Minneapolis um US-Bundesstaat Minnesota will er sich Einblicke in die Herstellung von innovativen Medizinprodukten und Systemen zur Qualitätssicherung verschaffen.

So werde er sich etwa bei dem Medizintechnikhersteller Medtronic über Neuerungen im Bereich der Gehirnschrittmacher informieren. Seit 1961 ist das Unternehmen auch in Deutschland ansässig, mit Hauptsitz in Meerbusch am Niederrhein, nahe von Gröhes Wahlkreis Neuss. Auch das Unternehmen 3M habe Gröhe zu einem Erfahrungsaustausch über Software zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen eingeladen.

Erst Ende Februar hatte sich Gröhe mit der Generaldirektorin der World Health Organization (WHO), Dr. Margaret Chan, in Berlin getroffen. Bei ihrem Treffen tauschten sich beide über die Ebolaepidemie in Westafrika, die Schutzimpfung gegen Polio sowie die zunehmende weltweite Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen aus.

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