BaWü: Impfung in der Apotheke

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Berlin - In Baden-Württemberg startet im Herbst das nächste Modellprojekt zu Grippeschutzimpfungen in Apotheken. Die teilnehmenden Regionen werden Mannheim, Esslingen, Göppingen und Ostwürttemberg sein. Ein Schulungsprogramm hat die Landesapothekerkammer bereits aufgesetzt.

Ab September sollen sich Versicherte auch im Ländle in der Offizin gegen die Influenza immunisieren lassen können. Eigentlich hätte das Projekt bereits im November 2020 starten sollen, doch die Coronakrise hatte die Vorbereitungen erheblich erschwert: Die ersten Web-Seminare fanden bereits im letzten Jahr statt, die nötigen Praxis-Seminare konnten aber pandemiebedingt nicht durchgeführt werden.

Nun soll die Fortbildungsreihe, die von Beginn an unter ärztlicher Leitung stand, fortgesetzt werden. Wie in anderen Modellregionen auch nehmen die Apotheker:innen dafür an einem Theorie- und einem Praxistermin teil. Die theoretischen Grundlagen wurden in einem Web-Seminar erarbeitet und dann in den Präsenzterminen praktisch umgesetzt. Die Qualifikation erhalten die Teilnehmenden nach erfolgreich abgeschlossener Online-Lern-Erfolgs-Kontrolle (LEO). Am Mittwoch vergangener Woche fand der erste Termin des praktischen Teils in Stuttgart statt. In den nächsten drei Wochen sollen sich in fünf weiteren Präsenzterminen insgesamt rund 150 weitere Apotheker:innen für die Durchführung von Grippeschutzimpfungen in der Apotheke qualifizieren.

Ab dem Herbst sollen dann erste Impfungen durchgeführt werden. „Die Vor-Ort-Apotheke trägt dadurch dazu bei, die Impfquote im Bereich Influenza zu steigern. Dies haben auch schon Apotheker:innen in anderen europäischen Ländern eindrücklich unter Beweis gestellt“, so Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg.

Im Herbst soll es auch in Berlin ein neues Modellprojekt zu Grippeschutzimpfungen geben, konkret im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Qualifizierung für das beginnt am 27. Juli mit dem Theorieteil. Darüber hinaus sollen ab Herbst im Bezirk Westfalen-Lippe 700 Apotheken mit den Impfungen beginnen, wie der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) Ende Juni bekanntgab. Das Modellprojekt im benachbarten Nordrhein soll in der kommenden Saison ausgebaut und auf weitere Regionen ausgeweitet werden. Besonderen Streit gibt es unterdessen um das Modellprojekt in Rheinland-Pfalz, gegen das der dortige Hausärzteverband Sturm läuft.

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