Patientenwünsche

BAH: Apotheken punkten mit Beratung

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Berlin -

Anlässlich des „Tags der Apotheke“ am 18. Juni verweist der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) auf die hohen Vertrauenswerte der Apotheker. Er stehe deshalb „uneingeschränkt“ zur inhabergeführten Apotheke sowie zur Apothekenpflicht für Arzneimittel. Gleichzeitig verweist der Verband auf die Bedeutung von Arzneimittelherstellern für die Versorgung.

Aus dem Gesundheitsmonitor des BAH geht hervor, dass 67 Prozent der Verbraucher den Apothekern ein „hohes“ oder „ausgesprochen hohes“ Vertrauen entgegen bringen. Damit lägen die Apotheker vor den Ärzten (60 Prozent). Wie aus dem Monitor hervorgeht, ist für über 58 Prozent der Kunden die persönliche Ansprache in der Apotheke wichtig, für 29 Prozent sei sie „unverzichtbar“.

Die drei wichtigsten Gründe für einen Apothekenbesuch sind laut dem Monitor die persönliche Beratung (57 Prozent), die Erfahrung des Apothekers bei der Beantwortung gesundheitlicher Fragen (48 Prozent) sowie der Zugang zu qualitativ hochwertigen Produkten (37 Prozent).

Im Sinne der Patientensicherheit ist dem BAH die Arzneimittelversorgung mit einer Beratung durch den Apotheker ein besonderes Anliegen. „Eine sichere und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung ist uns allen originäres Interesse und Anspruch zugleich“, sagt Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Weiser.

Dazu zählen laut BAH sowohl leistungsstarke Arzneimittelhersteller als auch eine gute, flächendeckende Versorgung durch die Apotheken. Die Selbstmedikation mit rezeptfreien Arzneimitteln und die Beratung in der Apotheke hätten eine wichtige Funktion für den selbstbestimmten Patienten und die Gesellschaft.

In diesem Jahr steht der 18. Juni unter dem Motto „Für Ihr Bauchgefühl. Was tun bei Magen-Darm-Beschwerden?“ – im Fokus stehen diesmal Verdauungsprobleme. Laut einer von der ABDA in Auftrag gegebenenen Umfrage leiden sieben von zehn Bürgern unter Magen-Darm-Beschwerden. 36 Prozent haben demnach in den vergangenen zwölf Monaten an Sodbrennen gelitten, rund ein Viertel an Magenschmerzen oder Durchfall. Übelkeit und Erbrechen plagten jeden Fünften.

Die ABDA hat zum Tag der Apotheke Informationsmaterial dazu entwickelt, wie man Beschwerden vorbeugen kann, welche nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wann ein Arztbesuch ratsam ist. Jede fünfte Apotheke nimmt an der Aktion teil, rund 3700 haben das begleitende Informationsmaterial bestellt. Im vergangenen Jahr war der Tag der Apotheke lautlos über die Bühne gegangen.Vor zwei Jahren stand die ABDA mit einer aufblasbaren Hausapotheke am Berliner Hauptbahnhof.

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