Antibiotikaresistenzen

Verschärfte Meldepflicht ab 1. Mai

, Uhr
Berlin -

Am 1. Mai treten verschärfte Meldepflichten für antibiotika-resistente Erreger in Kraft. Diese müssen jetzt umgehend gemeldet werden. Bisher wurden die Erreger erst beim Krankheitsausbruch angezeigt. Außerdem gibt es eine neue Meldepflicht für Arbo-Viren. Das sind Krankheitserreger, die vor allem durch Mücken und Zecken übertragen werden, wie das Zika-Virus.

Damit will das Bundesgesundheitsministerium der weltweit zu beobachtenden Zunahme von resistenten Erregern und von Durchfall-Infektionen begegnen. Ab Mai sollen nicht nur Kliniken, sondern auch Ärzte und Labore Infektionen mit bestimmten Bakterien melden. Das BMG hatte eine entsprechende Verordnung vorgelegt.

Besorgniserregend ist danach insbesondere der Anstieg Carbapenem-resistenter Erreger. Ihre Ausbreitung in Deutschland soll eingedämmt werden. Die epidemische Lage erfordere eine verstärkte Überwachung resistenter Erreger auf der Grundlage einer belastbaren bundesweiten Datenlage, mit der Häufigkeitszunahmen und Ausbrüche frühzeitig erkannt werden könnten, so das BMG.

Mithilfe dieser Meldedaten soll der öffentliche Gesundheitsdienst epidemiologische Zusammenhänge erkennen und gezielte Maßnahmen zur Verhütung der Weiterverbreitung und zur Bekämpfung von Infektionen durch resistente Erreger umsetzen können. Deshalb sieht die Verordnung vor, dass nicht nur Krankenhäuser und Einrichtungen, in denen ambulant operiert wird, Meldungen schicken, sondern auch niedergelassene Ärzte und Labore.

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