Transfett-Grenze angepasst: Nicht mehr als zwei Prozent

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Berlin - Zum 2. April wurden in der Europäischen Union die Grenzwerte für sogenannte Transfettsäuren verschärft: Sie dürfen in Lebensmitteln nur noch zwei Prozent des gesamten Fettanteils ausmachen.

Transfette genießen keinen guten Ruf: Diese ungesättigten Fettsäuren mit einer oder mehreren Doppelbindungen gelten als die ungesündesten Fette in der Nahrung und als Risikofaktor für Fettstoffwechselstörungen und die koronare Herzkrankheit (KHK). Hauptquelle für trans-Fettsäuren sind Lebensmittel, bei deren Herstellung hydrierte Fette verwendet werden: Vor allem in ungesunden Lebensmitteln wie Fast Food, Fertiggerichten, Backwaren, Süßigkeiten und Snacks sind sie in größeren Mengen enthalten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bezieht klar Stellung: „Für trans-Fettsäuren ist keine positive Funktion im Organismus bekannt. Demgegenüber sind negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel durch ihren Verzehr eindeutig belegt.“ Neben der Cholesterolkonzentration im Blut werde beispielsweise auch die Nüchternkonzentration von Triglyceriden im Blut erhöht. „Außerdem gibt es Anhaltspunkte, dass auch vermehrt kleine dichte LDL-Partikel entstehen und die Lipoprotein(a)-Konzentration durch die Zufuhr von trans-Fettsäuren erhöht wird“, erläutert die DGE weiter.

Die EU-Kommission hatte bereits vor zwei Jahren beschlossen, dass ab dem 2. April 2021 in Lebensmitteln nur noch zwei Gramm industriell hergestellte Transfette pro 100 Gramm Fett enthalten sein dürfen. Damit folgte sie einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese möchte die Transfette bis 2023 nach Möglichkeit komplett aus Lebensmittel verbannen.

Transfette sind schon lange umstritten und werden in den Medien häufig als „Killerfette“ oder „die Gefahr aus der Fritteuse“ angeprangert. Als Basis für die neuen Grenzwerte dienen verschiedene Studien, die unter anderem von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit durchgeführt wurden. Durch die verschärften Grenzen soll die Aufnahme von Transfettsäuren so gering wie möglich gehalten werden, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

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