Roche legt positive Daten zu Baloxavir vor

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Berlin - Roche legt weitere Daten aus einer Phase-III-Studie mit dem Influenza-Produktkandidaten Baloxavir vor. Eine Behandlung mit Baloxavir hat demnach die Zeit deutlich verkürzt, die es braucht, um die Grippe-Symptome zu lindern.

Bei Patienten, die Baloxavir genommen haben, dauerte es im Schnitt 73,2 Stunden, bis eine Linderung eintrat, während dies bei Patienten, die Placebos bekommen hatten, im Schnitt 102,3 Stunden dauerte. Vor allem aber gilt dies für Patienten, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, etwa aufgrund ihres Alters oder weil sie an Asthma oder anderen chronischen Lungen- oder Herzerkrankungen leiden. Die Daten aus der Studie werde Roche nun am Fachkongress IDWeek in San Francisco vorstellen.

Baloxavir marboxil ist gegen Influenza A- und B-Viren gerichtet – darunter Oseltamivir-resistente Stämme sowie Stämme der Vogelgrippe wie H7N9 und H5N1. Der Arzneistoff hemmt die CAP-abhängige Endonuklease im Grippevirus und somit den Replikationszyklus des Virus. Durch Endozytose gelangt das Virus in die Wirtszellen. Die viralen Ribonukleoproteine werden ins Zytoplasma freigelassen und in den Nukleus importiert, wo die virale RNA in mRNA transkribiert wird. Hierbei spielt die CAP-abhängige Endonuklease eine essentielle Rolle.

Roche hatte im Juli die Ergebnisse der Phase-III-Studie Capstone-2 veröffentlicht. Diese belegen eine signifikante Wirksamkeit bei Hochrisikopatienten im Vergleich zum Neuraminidasehemmstoff Oseltamivir. Das antivirale Prüfmedikament zur einmaligen Einnahme ist seit fast 20 Jahren das erste Arzneimittel gegen Grippe mit einem neuen Wirkmechanismus.

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