Gegen Harnwegsinfekte

Nitroxolin wieder verfügbar

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Berlin -

Blasenentzündungen betreffen vor allem Frauen, aufgrund der kürzeren Harnröhre zeigen sich die Symptome der Cystitis relativ schnell. Brennen beim Wasserlassen, trüber Urin und manchmal Blutbeimischungen – all diese Dinge können zum Krankheitsbild dazugehören. Wenn Phytopharmaka nicht mehr ausreichen, muss der Arzt/die Ärztin ein Antibiotikum aufschreiben. Seit kurzem steht auch wieder hochdosiertes Nitroxolin zur Verfügung.

MIP Pharma informiert darüber, dass das Arzneimittel Nitroxolin forte mit 250 mg Nitroxolin ab sofort wieder in Deutschland erhältlich ist. Nitroxolin gehört zur Gruppe der Hydroxychinolin-Derivate, der Arzneistoff weist sowohl antibiotische als auch antimykotische Effekte auf. In der aktuell gültigen Leitlinie zur Behandlung von unkomplizierten Harnwegsinfekten gehört der Wirkstoff zu den Mitteln der ersten Wahl.

Der Vorteil des Arzneistoffes liege in der Mehrfachwirkung, erklärt Professor Dr. Michael Kresken zur Wiedereinführung von Nitroxolin forte. Neben den antibiotischen Effekten weisen die Weichkapseln eine hohe Treffsicherheit durch gezielte Wirkung im Urogenitaltrakt auf. Zudem sei der Wirkstoff aufgrund der Pharmakokinetik sehr Mikrobiom-verträglich. Sowohl das intestinale als auch das vaginale Mikrobiom werden durch die hohe renale Clearance bei gleichzeitig fast vollständiger Resorption geschont.

Nitroxolin weist im Gegensatz zu anderen Antibiotika eine sehr hohe Aktivität gegen Escherichia coli auf – diese liegt laut Studien bei über 90 Prozent. Darüber hinaus weist der Arzneistoff antimykotische und antiadhärente Effekte auf. Die ebenfalls häufig bei Harnwegsinfektionen verschriebenen Antibiotika Nitrofurantoin, Fosfomycin und Pivmecillinam zeigen diese Effekte nicht, so Kresken. Weitere Vorteile: Das Mittel ist sowohl zur Akuttherapie als auch zur Pophylaxe zugelassen und es kann bei Männern und bei Frauen angewendet werden.

Innerhalb der Akuttherapie wird dreimal täglich eine Weichkapsel eingenommen. Innerhalb der Prophylaxe kann die Dosis auf ein bis zwei Kapseln täglich reduziert werden. Die Behandlungsdauer innerhalb der Akuttherapie beträgt fünf Tage.

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