Augentropfen

Aus Sophtal wird Posiforlid

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Berlin -

Aus Sophtal Comod wird Posiforlid Comod: Ursapharm hat sich für die Salicylsäure-haltigen Augentropfen für einen Namenswechsel entschieden.

Zum November wurden Posiforlid Comod Augentropfen von Ursapharm in den Markt eingeführt. Das Unternehmen vermarktet sein Blepharitis-Portfolio, zu dem auch Sophtal Comod gehört, unter der Dachmarke Posiforlid. Daher der Wechsel – unter dem neuen Namen können die Augentropfen besser in das Sortiment, zu dem außerdem eine Augenmaske gehört, integriert werden.

„Die Produkte sind nur übergangsweise parallel im Markt“, teilt ein Sprecher mit. Dies habe logistische Gründe. Aktiv vermarktet werden Sophtal-Augentropfen nicht mehr. „Sobald die im Markt noch befindliche Ware abgeflossen ist, werden wird das Produkt außer Vertrieb melden.“ Dann werde es einen entsprechenden Hinweis auf das Nachfolgeprodukt Posiforlid geben.

Die Salicylsäure-haltigen Augentropfen können zur symptomatischen Behandlung von Lidrandentzündungen, unspezifischen Bindehautentzündungen oder Reizzuständen durch Staub, Rauch und Sonne angewendet werden. Betroffene können viermal täglich einen Tropfen in den Bindehautsack träufeln. Die Anwendung ist bis zum Abklingen der Symptome fortzuführen, sollte jedoch einen Zeitraum von 14 Tagen nicht überschreiten. Das Mehrdosenbehältnis kommt aufgrund des speziellen Verpackungssystems ohne den Zusatz von Konservierungsmitteln aus und ist nach Anbruch zwölf Wochen haltbar.

Die Lidrandentzündung beginnt meist schleichend und ist im klassischen Sinne keine Erkrankung der Augen, sondern eine häufige Erkrankung der Haut. Typische Symptome können Rötung der Augen, Schmerzen, Juckreiz oder Schwellung sowie verklebte Lidränder sein. Pathogene Keime zählen nicht zu den Verursachern der Beschwerden. Vielmehr liegt der Auslöser in einer Störung der Meibom-Drüsen am Ober- und Unterlid. Diese Talgdrüsen produzieren eine ölige Flüssigkeit, die die oberste und somit äußerste Schicht des Tränenfilms bildet. Diese Schutzschicht verhindert die schnelle Verdunstung der wässrigen Phase der Tränenflüssigkeit.

Ist die Funktion der Meibom-Drüsen gestört oder ist der produzierte Talg in seiner Zusammensetzung verändert, können sich Fettreste am Lidrand ablagern. Dieser gelbliche oder weiße Schleim erinnert an Eiter. Die Hautflora zerlegt den öligen Film in seine Einzelbestandteile, diese wiederum können einen Juckreiz auslösen. Au0erdem ist ein Verschluss der Ausführungsgänge der Meibom-Drüsen möglich – die Folge ist ein Sekretstau. Daraus kann sich im weiteren Verlauf ein Gerstenkorn entwickeln.

Betroffene sollten neben der Symptombehandlung auf eine konsequente Lidrandhygiene achten. Im Handel sind beispielsweise liposomale Suspensionen, Reinigungspads oder Wärmebrillen, die als Augenmasken angewendet werden können. Optima hat mit BlephaCura ein Portfolio an Produkten am Markt. Théa Pharma setzt auf Blephaclean und Ursapharm auf Posiforlid.

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