Hilfsaktion

Apotheken erfüllen Kinderwünsche

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Berlin -

Berge voller Geschenke hinter dem HV-Tisch, aber Weihnachtsbäume ohne Deko – das ist ein Bild, das sich in den letzten Tagen in 26 Krefelder Apotheken zeigte. Denn die Pharmazeuten waren mit ihrer Weihnachtswunschbaumaktion erfolgreicher als im vergangenen Jahr. Die hatten sie zum Start der Adventszeit zusammen mit der Krefelder Tafel und der Deutschen Bank Stiftung erneut ausgerufen. Ihr Ziel: Ein Zeichen gegen Kinderarmut zu setzten. In diesem Jahr sammelten die Apotheken mit Hilfe ihrer Kunden 859 Geschenke für Kinder aus einkommensschwachen Haushalten.

„Es sind fast doppelt so viele Geschenke wie im vergangenen Jahr“, sagt Simon Krivec, Inhaber der Mühlen-Apotheke. Er hatte die Hilfsaktion initiiert, da er seinen Beruf mit einer sozialen Verantwortung verbunden sieht. Daher suchte er unter den Pharmazeuten der Stadt Mitstreiter und fand in diesem Jahr 25 weitere Apotheken, die sich an der Aktion beteiligten.

Vom 23. November bis zum 10. Dezember standen daher in den teilnehmenden Krefelder Apotheken Weihnachtsbäume, die mit roten Papiersterne geschmückt waren – den sogenannten Wunschsternen. Auf jedem Stern war der Vorname sowie der Wunsch eines Kindes zu lesen. Bücher, Puppen, Kleidung und Geschenke rund um das Thema „Star Wars“ seien in diesem Jahr der „Renner“ gewesen, so Krivec.

Wie schon im Vorjahr setzten die Pharmazeuten auch 2016 wieder auf die Hilfe ihrer Kunden. Wenn sie wollten, konnten sie sich einen der Wunschstern vom Baum pflücken und dabei helfen, einen Kinderwunsch zu erfüllen. Nach und nach verschwanden die Sterne aus der Offizin.

Zum Endspurt hingen längst keine Weihnachtswünsche mehr an den Tannenzweigen, so das Team um Apotheker Krivec. Stattdessen hätten die Kunden Geschenke gekauft, sie schön eingepackt und wieder zurück in die Apotheken gebracht. Für Krivec war es besonders schön zu erfahren, mit welcher Begeisterung sich die Kunden an der Aktion beteiligten.

Die Geschenke stapelten sich daher in den Apotheken. Damit zu Weihnachten auch für leuchtende Kinderaugen sorgen, haben sich die Pharmazeuten einen ausgetüftelten Logistik-Plan überlegt. Mit der Apotheke am Ponzelar, der Löwen-Apotheke, der Mühlen-Apotheke und der Schiller-Apotheke fungierten zunächst vier Apotheken als Sammelzentren für die vielen hundert Geschenke. Dort wurden die Präsente dann von Mitarbeitern der Krefelder Tafel mit einem Lkw abgeholt. Die Hilfsorganisation übernimmt dann die Übergabe der Präsente über die Ausgabestellen der Tafel.

Die Geschenke, die einen Wert bis zu 20 Euro haben, gehen an bedürftige Kinder im Alter bis zu 14 Jahren. Sie wurden allesamt von der Krefelder Tafel ausgesucht. Nach dem Erfolg in diesem Jahr ist für die Pharmazeuten schon eines klar, auch 2016 soll es die Aktion geben. „Und wer weiß, vielleicht hängen dann noch mehr Wunschzettel an den Bäumen“, sagt Krivec.

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