Krebspräparate ergaunert

Ware für 13.000 Euro weg: Polizei sucht Rezeptfälscher

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Berlin -

Mehrere Rezeptfälscherinnen und Rezeptfälscher haben wieder in Apotheken zugeschlagen. In Neuruppin etwa haben zwei Rezeptfälscherinnen versucht, illegal an Medikamente zu kommen. Doch eine aufmerksame Apothekerin habe ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, berichtet die Polizei Brandenburg. Im niedersächsischen Diepholz wird ein bislang unbekannter Täter gesucht, der es auf Hochpreiser abgesehen hatte.

Am vergangenen Donnerstag sei die Polizei von der Apothekerin darüber informiert worden, dass sich zwei Frauen in ihrer Apotheke befinden. Diese hätten versucht, ein augenscheinlich gefälschtes Rezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel einzulösen.

Mehrere Apotheken im Visier

Als die Frauen die Apotheke dann ohne Beute verlassen mussten, konnten die alarmierten Beamten diese direkt stellen. „Weitere Ermittlungen ergaben Zusammenhänge zu ähnlichen Vorfällen, die bereits am vergangenen Montag in derselben Apotheke und weiteren Apotheken im Stadtgebiet stattgefunden hatten. Hier war es den beiden Frauen im Alter von 34 und 37 Jahren teilweise gelungen, verschreibungspflichtige Medikamente unberechtigt zu erlangen.“

Die beiden Frauen wurden festgenommen, vernommen und stimmten anschließend einer Durchsuchung ihrer Wohnungen außerhalb der Stadt zu. Beamte der Polizeiinspektion Uckermark konnten in den Wohnungen Beweismittel finden, „die den Tatverdacht unter anderem bezüglich des Betruges und der Rezeptfälschung erhärteten“. Die weiteren Ermittlungen dauerten an, so die Polizei Brandenburg.

Krebsmittel im Wert von mehr als 13.000 Euro

Im niedersächsischen Diepholz hatte ein Täter hingegen am vergangenen Mittwoch Erfolg mit gefälschten Rezepten und konnte in zahlreichen Apotheken der Gegend Hochpreiser ergaunern.

Der Polizei zufolge bestellte der bislang unbekannte Täter die Krebsmedikamente ein bis zwei Tage vor der Abholung telefonisch vor. Unter Vorlage des gefälschten Rezepts wurden die Arzneimittel dann auch teils abgegeben. Es entstand demnach ein Schaden von insgesamt mehr als 13.000 Euro. Einige Apothekenangestellte erkannten die Fälschung vor der Herausgabe glücklicherweise oder schöpften zumindest Verdacht und gaben keine Präparate ab.

Die Polizei Diepholz hofft nun auf Hinweise oder Berichte über verdächtige Beobachtungen aus der Bevölkerung, um den Täter noch zu stellen.

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