Mit dem Rauchen aufzuhören, nützt nicht nur der Gesundheit, sondern auch dem Portemonnaie. Natürlich kostet der Griff zu Nikotinersatzpräparaten erst einmal Geld, doch günstiger als Zigaretten sind die Präparate allemal. Das zeigt eine Analyse von Mycare.

„Rauchfrei im Mai“, lautet der Titel einer bundesweiten Mitmachaktion, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutschen Krebshilfe initiiert wurde. Wer bis zum Weltnichtrauchertag vom Glimmstängel loskommen will, sollte jetzt also mit der Entwöhnung anfangen. Helfen können Nikotinersatzpäparate aus der Apotheke; der Versender Mycare hat fünf verschiedene Methoden zur Raucherentwöhnung verglichen.
Das Ergebnis: Bereits in den ersten drei Monaten können Raucher viel Geld sparen, wenn sie auf Zigaretten verzichten und stattdessen auf Nikotinpflaster, -kaugummi, -spray oder -tabletten zurückgreifen.
Unterschieden wurde zwischen starken Rauchern (20 Zigaretten/Tag) und moderaten Rauchern (10 Zigaretten/Tag). Für die Berechnung der Kosten wurden die Empfehlungen der Hersteller für die Anwendung in Abhängigkeit vom jeweiligen Konsum berücksichtigt. Raucher, die weniger als zehn Zigaretten am Tag konsumieren, benötigen in der Regel eine geringere Dosierung und profitieren dadurch von niedrigeren Ausgaben für Nikotinersatzprodukte.
Nikotinkaugummi und -spray sind also die günstigsten Methoden, um langfristig vom Rauchen loszukommen. Danach kommen starke Raucher günstiger mit dem Pflaster weg, schwache Raucher können auf Tabletten setzen.
Bis vor Kurzem gab es von Nicorette auch einen Inhalator; die Restbestände sind jedoch mittlerweile weitgehend abverkauft. Er wäre mit 512,73 Euro beziehungsweise 854,55 Euro in drei Monaten die teuerste Methode gewesen. Die Kostenunterschiede entstehen auch hier durch die unterschiedliche Häufigkeit der Anwendung.
Starke Raucher können durch den Verzicht auf Zigaretten innerhalb von drei Monaten 803 Euro einsparen, bei schwachen Rauchern ist es halb so viel. Dem stehen die Kosten für die Nikotinersatzpräparate gegenüber, sodass sich unterschiedliche Einsparungen ergeben.
„Die Wahl der passenden Methode zur Raucherentwöhnung ist eine sehr persönliche Entscheidung – jeder Mensch reagiert anders, und es ist wichtig, die Option zu finden, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt“, so Martin Schulze, Apotheker und Leiter der pharmazeutischen Kundenberatung. „Auch wenn die finanzielle Ersparnis auf den ersten Blick nicht riesig erscheint, darf nicht vergessen werden, dass die Ersatzprodukte dabei helfen, langfristig mit dem Rauchen aufzuhören – und auch die Ersatzprodukte werden irgendwann nicht mehr notwendig sein.“
Der Körper benötige tatsächlich etwa drei Monate, um sich an die neue Routine zu gewöhnen. Auch eine intrinsische Motivation und eine persönliche Zielsetzung seien entscheidend, um das Rauchen erfolgreich aufzugeben. „Der Anfang mag schwerfallen, aber mit jedem Schritt wird es einfacher, dem inneren Schweinehund zu trotzen und auf eine gesündere Zukunft hinzuarbeiten.“
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