Baden-Württemberg

Medikationsplan aus der Universität Julia Pradel, 15.10.2014 17:44 Uhr

Berlin - Medikationspläne sind bei Patienten noch nicht weit verbreitet. Das wollen Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg ändern. In ihrer Stadt und dem umliegeneden Rhein-Neckar-Kreis haben sie deshalb das „Aktionsbündnis sichere Arzneimittelanwendung“ gegründet und das Projekt „Mein Plan“ gestartet. Unterstützt wird die Initiative, mit der die Bevölkerung für das Thema Medikationsplan sensibilisiert werden soll, von der Apothekerkammer.

Das Aktionsbündnis, eine Kooperation zwischen dem Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis und dem Uniklinikum, wurde 2013 im Rahmen der kommunalen Gesundheitskonferenz gegründet. Die Projektpartner verfolgen drei wesentliche Ziele: Sie wollen die Bürger für die Risiken der Arzneimittelanwendung sensibilisieren, die Arzneimitteltherapiesicherheit nachhaltig verbessern und dabei mit allen Akteuren kooperieren.

Im Vorfeld hat das Bündnis von Juni bis August mehr als 5300 über 65-Jährige zur Arzneimittelanwendung und ihrem Umgang mit Medikationsplänen gefragt. Mehr als die Hälfte antwortete, immer noch laufen Antworten ein. Nahezu 90 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig Arzneimittel einzunehmen. Einen Medikationsplan besitzt demnach jeder zweite Patient.

Die meisten Patienten verwendeten den Plan bereits seit über einem Jahr und bei einem Drittel wurde er das letzte Mal vor mehr als einem Jahr aktualisiert. Im überwiegenden Teil der Fälle wurde der Medikationsplan vom oder mit dem Hausarzt erstellt. Jeder zehnte Patient hat den Plan ausschließlich selbst erarbeitet.

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