Gewerkschaft der Sozialversicherung

AOK-Streiks gehen weiter

, Uhr
Berlin -

Heute hat in Berlin die nächste Tarifrunde für rund 55.000 Beschäftigte der AOK begonnen. Die Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) hatte im Vorfeld zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. Vor dem AOK-Bundesverband in Berlin fand heute zudem eine Kundgebung statt. Mit Fahnen, Musik und Westen versammelten sich die Angestellten, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

„Wir leisten tagtäglich gute Arbeit, und die Forderungen, die wir gestellt haben, sind mehr als berechtigt. Wir erwarten von der Arbeitgeberseite ein Angebot, das angemessen ist, um überhaupt inhaltlich verhandeln zu können“, sagte der GdS-Bundesvorsitzende Maik Wagner auf der heutigen Kundgebung. „Es geht natürlich nicht, dass man uns sagt, wir haben nichts. Das werden wir nicht akzeptieren“, betonte er klar.

„Wir haben leider Vorstände, die sich nicht trauen“, bestätigte auch der Bundesgeschäftsführer Stephan Kallenberg. Sie würden sich nicht „raustrauen“ und sich auch nicht trauen, voranzugehen. „Sie haben uns auch heute Vormittag noch kein Angebot gemacht – sie haben uns nicht einmal ein Angebot in Aussicht gestellt. Das ist traurig!“

Er rechne auch nicht damit, dass es in den nächsten Stunden, heute oder morgen zu einem Ergebnis kommen werde. „Obwohl ihr – als diejenigen, die den Laden am Laufen halten – es als Allererste verdienen würdet“, so Kallenberg weiter. Aber dafür hätten die Arbeitgeber nur wenig Verständnis. Die Arbeitgeber dächten nur daran, was die Politik ihnen vorhalte. Sie unterstellten, die Mitarbeiter würden im Vergleich zum Durchschnittsverdiener schon jetzt gut bezahlt.

„Und ehrlicherweise muss ich sagen: Am liebsten wäre ich heute nach zehn Minuten aufgestanden und rausgekommen. Wir werden heute nicht zum letzten Mal streiken. Davon bin ich überzeugt“, kündigte Kallenberg an. Eine andere Sprache würden diese Arbeitgeber nicht verstehen. „Es ist eine einzige Enttäuschung und frustrierend.“

Die Gewerkschaft fordert mehr Gehalt, höheres Urlaubsgeld und einer stärkeren Anerkennung der Arbeit.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte