Versandapotheken

Zur Rose/Docmorris: Wieder in der Verlustzone APOTHEKE ADHOC, 24.08.2015 11:25 Uhr

Berlin - Der Poststreik in Deutschland und ein schwacher Euro haben Zur Rose in den ersten sechs Monaten einen Umsatzrückgang beschert. Auch der Umzug der niederländischen Versandapotheke DocMorris drückte auf die Bilanz. Die Gruppe musste unter dem Strich einen Verlust hinnehmen. Im laufenden Jahr soll das Geschäft wieder profitabel laufen.

Zur Rose erwirtschaftete einen Gesamtumsatz von rund 412 Millionen Schweizer Franken (rund 380 Millionen Euro). Das sind 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Bereinigt um Währungseffekte lag der Rückgang bei 4 Prozent. Zusätzlich zum schwachen Euro im Vergleich zur Landeswährung habe der Poststreik im Juni dem Versandhandel in Deutschland stark zugesetzt.

Auf der Ertragsseite rutschte Zur Rose erneut in die roten Zahlen. Das operative Ergebnis (EBITDA) ging um 28 Prozent auf rund 5 Millionen Franken zurück; unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von zwei Millionen Franken. Vor allem DocMorris belastete die Bilanz: Der Umzug der niederländischen Versandapotheke im Juni von Heerlen näher an die deutsche Grenze sowie die „hohen Anlaufkosten des neuen Betriebs“ drückten auf das Ergebnis. Außerdem sei auf das „margenschwache Großhandelsgeschäft“ verzichtet worden. Weil die Industrie die Versandapotheke in den Anfangsjahren nicht direkt beliefern wollte, wurde der Einkauf über die Tochterfirma abgewickelt. Diese war dann auch für die Franchisepartner aktiv; dieses Geschäft wurde zur Jahresmitte eingestellt.

Die Verkäufe von rezeptfreien Arzneimitteln per DocMorris haben laut Zur Rose um 25 Prozent zugelegt. Grund seien der neue Webshop sowie das große und preisgünstige Portfolio. Der Versand von verschreibungspflichtigen Medikamenten sei dagegen angesichts des Verbots von Rabatten „verhalten gewachsen“.

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