Pharmakonzerne

Valeant wird Bausch APOTHEKE ADHOC, 08.06.2018 12:48 Uhr

Berlin - Bereits seit zwei Jahren versucht der Pharmakonzern Valeant, sein angekratztes Image abzustreifen und nach zahlreichen Skandalen wieder auf Kurs zu kommen. Den endgültigen Bruch mit der Vergangenheit soll nun ein neuer Name bringen: Ab Juli firmiert der Konzern als Bausch.

Der Name Bausch Health Companies zeige, wie breit man aufgestellt sei, und reflektiere das „innovative Erbe“ des Namen Bausch. Valeant hatte Bausch + Lomb 2013 für 8,7 Milliarden US-Dollar gekauft. Der Augenspezialist blieb von den Skandalen um den Mutterkonzern relativ unbelastet. „Die Umfirmierung in Bausch Health Companies ist ein wichtiger Schritt in unserer Transformation“, sagte CEO Joseph Papa.

Papa kam 2016 von Perrigo zu Valeant, als der Konzern die alte Führung vor die Tür setzte. Neuer CFO wurde Paul Herendeen vom Tierarzneimittelhersteller Zoetis. Gemeinsam sollten sie Valeant wieder auf Kurs bringen. Man trennte sich von mehr als einem Dutzend Geschäftsbereichen. Dadurch habe man die Schuldenlast um 20 Prozent senken können, heißt es vom Konzern.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt in unserem Richtungswechsel, um die Kerngeschäfte, Tochterfirmen und Marken unter dem Namen Bausch Health zu vereinen“, so Papa weiter. Dabei sollen alle Firmen und Marken ihre Namen behalten. Die Umfirmierung des Mutterkonzerns soll im Juli stattfinden und auch äußerlich sichtbar werden. Logos und Webauftritt werden umgestaltet, an der Börse wird Bausch dann unter dem Kürzel BHC gehandelt.

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