Die Schwabe-Gruppe beruft Tobias Boldt zum 1. April 2027 zum Chief Commercial Officer (CCO). Boldt kommt von Bayer und übernimmt die Position von Dr. Anke Balzer, die sich ihrer Familie widmen will.
Boldt war bei Bayer als Cluster Head Consumer Health zuletzt für das gesamte OTC-Geschäft in Deutschland und Österreich verantwortlich. In dieser Funktion trieb er insbesondere die Omnichannel-Transformation, den Ausbau von datenbasierten Steuerungsmodellen sowie die Verbesserung von Wachstum und Profitabilität voran. Mit der Übernahme von HiDoc Technologies im Jahr 2025 erweiterte das Cluster sein Geschäft zudem um Bayers erste digitale Gesundheitsanwendung bei Reizdarmsyndrom. Parallel zu seiner Funktion als Cluster Head übernahm Boldt zusätzliche Verantwortung für neue Geschäftsmodelle und digitale Wachstumsplattformen.
Als CEO von Natsana, einem globalen Direct-to-Consumer-Geschäft für Nahrungsergänzungsmittel innerhalb von Bayer, verantwortete er die Akquisitionen und Integration mehrerer Tochtergesellschaften sowie die wirtschaftliche Neuausrichtung des Geschäfts. Gleichzeitig erzielte Natsana ein starkes zweistelliges Wachstum. Zudem entwickelte Boldt mit dem Team eine langfristige Wachstumsstrategie und beschleunigte den Aufbau einer skalierbaren DTC-Plattform für Europa und China mit führenden Positionen in wichtigen Onlinekanälen, darunter Amazon.
„Tobias Boldt ist eine international erfahrene Führungspersönlichkeit mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen Consumer Health, OTC, Animal Health und Direct-to-Consumer“, so Olaf Schwabe, CEO der Schwabe-Gruppe. „Er verbindet umfassende Markt- und Branchenkenntnisse mit strategischer Klarheit, unternehmerischem Denken und einer ausgeprägten Umsetzungsorientierung. Er ist genau die Person, die wir in der Schwabe-Gruppe brauchen.“
Boldt hat seine gesamte bisherige Karriere beim Konzern verbracht: Direkt nach dem Abitur heuerte er als Trainee in Leverkusen an. Parallel studierte er Internationales Management sowie Marketing & Controlling. Seinen Master absolvierte er, da war er schon als Analyst für Bayer in Frankreich tätig.
Nach dem Abschluss des Studiums stieg er Ende 2003 bei der Veterinärsparte ein. Erst schickte ihn der Konzern als Projektmanager nach Vietnam, schon ein Jahr später übernahm er die Gesamtverantwortung für das Geschäft auf den Philippinen.
Im Sommer 2009 kehrte er nach Leverkusen zurück, wo er ins Marketing für Haustierprodukte einstieg. Zwei Jahre später war er als Head of Global Marketing für die weltweite Vermarktung von Präparaten wie Advantage und Seresto zuständig. An der Positionierung des Zeckenhalsbands war er maßgeblich beteiligt.
Im Juni 2014 übernahm er die Leitung des gesamten Consumer-Geschäfts in Polen, bevor er 2018 von Stefan Meyer die Verantwortung für den Heimatmarkt übernahm.
„Was mich an Schwabe besonders überzeugt hat, ist die Verbindung aus wissenschaftlichem Fokus, langfristigem Unternehmertum und einer von Vertrauen geprägten Kultur des Miteinanders“, so Boldt. „Nach vielen Jahren bei Bayer, auf die ich mit Dankbarkeit zurückblicke, freue ich mich auf ein neues Kapitel. In meinen Gesprächen bei Schwabe habe ich Menschen erlebt, die mit großer Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und echtem Gestaltungswillen arbeiten. Ich freue mich sehr darauf, Teil dieses Teams zu werden und gemeinsam neue Wachstumschancen für Schwabe zu erschließen.“
„Anke Balzer hat eine Commercial-Strategie entwickelt, die der Unternehmensgruppe eine klare Richtung gegeben hat – und sie hat die Regionen so neu aufgestellt, dass diese Richtung in unseren Märkten auch wirklich ankommt“, so Schwabe.
„Was ich dabei besonders schätze: Sie hat das nie nur vom Schreibtisch aus gemacht. Sie kannte die Menschen in den Ländern, sie wusste, was sie bewegt – und das hat die Zusammenarbeit sowohl im Vorstand als auch mit den Regionen auf eine sehr gute Grundlage gestellt.“
„Was mich persönlich beeindruckt hat, war die Art, wie sie das getan hat – mit echter Verbundenheit zu den Teams in den Ländern und einer Zusammenarbeit im Vorstand, die von gegenseitigem Vertrauen und klaren Worten geprägt war“, resümiert Schwabe. „Im Vorstand hat Anke Balzer immer dafür gesorgt, dass aus Überlegungen Taten wurden – was konkret passieren muss und wer was als Nächstes zu tun hat. So konnten wir gemeinsam viele schwierige Themen meistern und gemeinsam viele wichtige strategische Weichen stellen für die erfolgreiche Zukunft der Unternehmensgruppe.“
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