Der Reha- und Medizintechnikanbieter Sanimed hat die Trendwende geschafft. Ein Jahr nach dem angekündigten Stellenabbau hat sich das Unternehmen der Löwenstein Medical-Gruppe mit Sitz in Ibbenbüren saniert. Die „existenzbedrohende Krise 2024/2025“ sei überwunden, heißt es.
Sanimed kündigte vor einem Jahr für den Hauptsitz an, 180 von rund 500 Stellen streichen zu wollen. Damit wollte sich die Firma, die seit Jahren defizitär arbeitete, sanieren. „Wir haben 2025 das Überleben gesichert. Heute können wir berichten: Das Fundament steht, der Standort Ibbenbüren mit seinen 300 Arbeitsplätzen ist gerettet“, erklären die Geschäftsführer Sven Wellmeier und Dirk Doetkotte.
Nach defizitären Jahren sei es gelungen, im Jahr 2025 eine schwarze Null zu erreichen, so Deotkotte. „Das Jahr 2026 bietet eine weitere positive Perspektive.“ Geplant sei ein Neubau. Mit dem Erwerb eines neuen Grundstücks und dem geplanten Baubeginn in 2026 werde eine moderne Infrastruktur geschaffen, die Logistik und Verwaltung effizient vereine. „Ziel ist es, Wege zu verkürzen und Synergien innerhalb der Löwenstein Gruppe optimal zu nutzen.“
In Ibbenbüren auf etwa 16.000 Quadratmetern ein Zukunftscampus mit drei Büroetagen und einer Logistikfläche von 4500 Quadratmetern entstehen. Geplant sei dort auch ein Flagshipstore. Löwenstein ist mit rund 4000 Mitarbeitenden vor allem in der Beatmungstechnologie aktiv. Sanimed agiert als reiner Händler im Bereich Homecare unter anderem für Reha- und Medizintechnik, Wundversorgung, enterale Ernährung, Rollstühle oder E-Mobile.
Sanimed wurde 1983 gegründet und gehört laut eigenen Angaben zu den marktführenden Unternehmen der Branche. 2001 ging das Unternehmen an die Hartmann Gruppe und wurde 2020 an Palero verkauft. Ein Jahr später übernahm die Löwenstein Gruppe mit Sitz in Bad Ems das Unternehmen.
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