Salus: Angriff auf Sweatosan | APOTHEKE ADHOC
Salbeitabletten

Salus: Angriff auf Sweatosan

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Berlin -

Mit Salbei gegen die vermehrte Schweißabsonderung: Salus hat mit Salviasan Salbei-Kräutertabletten ein Phytotherapeutikum auf den Markt gebracht. Das apothekenpflichtige Arzneimittel könnte Produkten wie Sweatosan (GSK) Konkurrenz machen.

Salbei kann nicht nur bei leichtem Halskratzen oder Entzündungen im Mund- und Rachenraum Linderung verschaffen, sondern wird auch bei Schweißfüßen und Schwitzattacken unbekannter Ursache eingesetzt. Neu im Sortiment der Apotheken ist Salviasan. Das Präparat enthält 150 mg Salbeiblätterpulver und 180 mg Trockenextrakt aus Salbeiblättern und wird als natürliche Linderung bei erhöhtem Schwitzen beworben. Im Handel sind Tabletten zu 60 Stück. Zum Indikationsgebiet zählen die primäre und sekundäre Hyperhidrose. Salus sieht die Tabletten als Zusatzempfehlung zum Beispiel „während der Wechseljahre“. Betroffene ab einem Alter von 18 Jahren sollen zweimal täglich eine Tablette mit reichlich Flüssigkeit einnehmen.

Das Präparat ist aufgrund langjähriger Erfahrung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel registriert und sollte nicht länger als zwei Wochen angewendet werden.

Bekanntester Mitbewerber ist Sweatosan. Die Salbeitabletten sind zu 80 mg Salbeiblättertrockenextrakt in den Packungsgrößen 50, 100 und 200 Stück im Handel. Das traditionelle pflanzliche Arzneimittel kann ebenfalls zur Reduktion einer vermehrten Absonderung führen. Geeignet ist das Arzneimittel für Personen ab 18 Jahren. Die empfohlene Dosis beträgt dreimal täglich ein bis zwei Tabletten. Bei nächtlichem Schweiß werden ein bis vier Tabletten zur Nacht empfohlen. Von einer gleichzeitigen Anwendung von Salbei und Barbituraten sowie Benzodiazepinen ist abzusehen. Generell sind bei allen Arzneistoffen, die mit GABA interagieren, Wechselwirkungen möglich. Auch Schwangere sollten von Salbei Abstand nehmen.

In den Apotheken ist mit Salvysat (Johannes Bürger Ysatfabrik) ein weiteres Arzneimittel zu finden. Auch hier lautet die Indikation „krankhaft vermehrte Schweißbildung“. Betroffenen wird die Einnahme von dreimal täglich einer Tablette zu 300 mg empfohlen. Nosweat (Junek) wird in den den Apotheken als Lebensmittel gelistet.

Die Heilpflanze des Jahres 2003 enthält Terpenoide, Gerbstoffe, Flavonoide und Bitterstoffe. Salvia officinalis aus der Familie der Lippenblütler werden entzündungshemmende, antimikrobielle und schweißhemmende Eigenschaften zugesprochen.

Die antihydrotische Wirkung könne sowohl bei innerlicher als auch äußerlicher Anwendung erreicht werden. Daher ist Salbei auch in Deos zu finden oder kann als Fußbad Anwendung finden. Das Trinken von Tee kann jedoch die Schweißproduktion nicht herunterfahren, daher ist die Einnahme von höher dosierten Präparaten nötig, deren Wirkung bereits nach kurzer Zeit einsetzen kann.

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