Nur noch ein Drittel Wachstum prognostiziert

Rx: Redcare wird bescheidener

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Berlin -

Die Versender müssen erkennen, dass auch für sie im Rx-Bereich die Bäume derzeit nicht in den Himmel wachsen. Redcare hat im Vorfeld der Zahlenpräsentation am späten Abend die Prognose für das laufende Geschäftsjahr vorgestellt. Ist die Luft zwei Jahre nach Einführung des E-Rezepts schon wieder raus?

Demnach soll der Gesamtumsatz nur um 13 bis 15 Prozent wachsen. Für den Rx-Bereich werden Umsätze in Deutschland von mehr als 670 Millionen Euro erwartet, das entspricht einem Zuwachs um ein Drittel. Die Non-Rx-Umsätze sollen insgesamt sogar nur um 8 bis 10 Prozent wachsen. Dabei soll insgesamt ein bereinigtes operatives Ergebnis (bereinigtes Ebitda) von mindestens 2,5 Prozent erzielt werden.

Im vergangenen Jahr hatte Redcare hierzulande 503 Millionen Euro im Rx-Bereich umgesetzt. Das war zwar eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr; Analysten hatten aber mindestens 100 Millionen Euro mehr erwartet.

Konkret haben sich die Rx-Umsätze in Deutschland seit Einführung des E-Rezepts wie folgt entwickelt:

  • Q1/24: 37 Millionen Euro; plus 7 Prozent gegenüber Vorjahr / minus 8 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q2/24: 50 Millionen Euro, plus 35 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 35 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q3/24: 69 Millionen Euro, plus 82 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 38 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q4/24: 98 Millionen Euro, plus 143 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 42 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q1/25: 108 Millionen Euro, plus 192 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 10 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q2/25: 114 Millionen Euro, plus 128 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 6 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q3/25: 126 Millionen Euro, plus 83 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 11 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q4/25: 155 Millionen Euro, plus 58 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 23 Prozent gegenüber Vorquartal
Grafik zeigt Wachstum von Redcare je Quartal
Die Wachstumsraten sind zuletzt deutlich zurückgegangen.Grafik: APOTHEKE ADHOC

Luft raus bei OTC

Nicht viel besser sah es zuletzt im Non-Rx-Bereich aus, wie die Zahlen für den DACH-Raum (Deutschland/Österreich/Schweiz) zeigen:

  • Q1/24: 297 Millionen Euro; plus 17 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 10 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q2/24: 283 Millionen Euro, plus 19 Prozent gegenüber Vorjahr / minus 5 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q3/24: 278 Millionen Euro, plus 19 Prozent gegenüber Vorjahr / minus 2 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q4/24: 326 Millionen Euro, plus 20 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 17 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q1/25: 349 Millionen Euro, plus 18 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 7 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q2/25: 322 Millionen Euro, plus 14 Prozent gegenüber Vorjahr / minus 8 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q3/25: 315 Millionen Euro, plus 13 Prozent gegenüber Vorjahr / minus 2 Prozent gegenüber Vorquartal
  • Q4/25: 344 Millionen Euro, plus 6 Prozent gegenüber Vorjahr / plus 9 Prozent gegenüber Vorquartal

Hinzu kommt, dass die zusätzlichen Umsätze teuer erkauft waren. Einen dreistelligen Millionenbetrag hatte der Versandkonzern alleine in den ersten neun Monaten für Vertrieb und Marketing gezahlt.

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