Pharmakonzerne

Gröhe eröffnet Pfizer-Neubau

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Berlin -

Pfizer hat in Freiburg eine Anlage für kontinuierliche Fertigung in Betrieb genommen und gleichzeitig den Spatenstich für den Bau einer weiteren Produktionsanlage gesetzt. Der Konzern investiert insgesamt 50 Millionen Euro in den Standort im Breisgau. An dem Festakt nahm unter anderem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) teil.

„In enger Kooperation mit Hochschulen und Industrieunternehmen aus der Region haben wir die weltweit erste Anlage nach dem Konzept der Kontinuierlichen Fertigung in der Pharmaindustrie entwickelt und aufgebaut“, erklärt Peter Albiez, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Das Prinzip der Kontinuierlichen Fertigung ermöglicht es, einzelne Herstellungsschritte – von der Anlieferung der Rohstoffe bis zur Auslieferung des fertigen Produktes – ohne Unterbrechungen aneinanderzureihen. Dadurch soll Zeit gespart, mögliche Fehlerquellen reduziert und die Qualität verbessert werden.

Die Produktionsanlage, die sich jetzt im Bau befindet, soll nach dem PCMM-Verfahren (Portable, Continuous, Miniature and Modular) arbeiten. „Mit unserer PCMM-Anlage können wir die Entwicklung hochpotenter Arzneimittel beschleunigen und neue Medikamente somit schneller für Patienten verfügbar machen“, erklärt Kirsten Lund-Jurgensen, Executive Vice President und President Pfizer Global Supply.

Freiburg ist Pfizers größtes Abpackwerk für feste Arzneien. Nach eigenen Angaben versorgt der Konzern von dort mehr als 150 Länder mit Medikamenten. Durch die Erweiterung der Fertigung könne das jährliche Produktionsvolumen von bisher 6,5 Milliarden Tabletten in 200 Millionen Packungen auf rund 10 Milliarden Tabletten pro Jahr gesteigert werden.

„Mit seiner neuen Fertigungsanlage in Freiburg und der Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen aus der Region, setzt Pfizer ein starkes Zeichen für den Pharmastandort Deutschland“, lobte Gröhe.

Mit rund 1000 Beschäftigten ist der Konzern der größte privatwirtschaftliche Arbeitgeber in der Region. Deutschlandweit beschäftigt Pfizer 2000 Mitarbeiter, neben Freiburg in Berlin und Karlsruhe. Der Konzern mit Hauptsitz in New York erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Gesamtumsatz von 52,8 Milliarden US-Dollar.

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