Pharmakonzerne

Freiburg: Pfizer investiert 20 Millionen Euro

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Berlin -

Pfizer baut seine Produktion in Deutschland aus. Der US-Pharmakonzern will am Standort in Freiburg rund 20 Millionen Euro investieren. Der Spatenstich ist für kommenden Dienstag geplant. In dem Werk werden jährlich sechs Milliarden Tabletten, Kapseln und Dragees hergestellt.

Freiburg gehört laut Pfizer zu den leistungsstärksten pharmazeutischen Produktionsanlagen. An dem Standort werden 200 Millionen Packungen in mehr als 3000 verschiedenen Aufmachungen produziert und neue Arzneimittel entwickelt. Im baden-württembergischen Werk ist mit knapp 1000 Mitarbeitern die Hälfte der deutschen Belegschaft beschäftigt.

Der Standort geht auf die Firma Gödecke zurück, die in den 1930er Jahren von Warner übernommen worden war. Zusammen mit dem US-Hersteller ging die deutsche Niederlassung 2000 an Pfizer.

1958 eröffnete der Konzern in Karlsruhe seine Deutschlandzentrale, die seit 2008 in Berlin am Potsdamer Platz sitzt. In der Hauptstadt sind die Abteilungen Medizin, Klinische Forschung, Personal, Finanzen, Market Access, Kommunikation und Marketing angesiedelt. Außerdem werden von Berlin aus auch Teile des internationalen Geschäfts wie der Bereich Krebsmedizin gesteuert. In der Zentrale sind rund 550 Mitarbeiter beschäftigt.

In Karlsruhe befindet sich heute die Distribution. Von dort aus werden Großhändler und Apotheken täglich mit rund 250.000 Packungen beliefert. Insgesamt lagern in den Hallen rund 20 Millionen Arzneimittelpackungen. Der Standort in Bayern wurde verkauft. In dem Werk hatte der US-Konzern seit 1971 Arzneimittel hergestellt.

Das ehemalige Werk im bayerischen Illertissen gehört seit knapp einem Jahr dem russischen Unternehmen R-Pharm. Die Firma beschäftigt knapp 400 Mitarbeiter und ist als Lohnhersteller tätig. Sie wird von Dr. Holger Weyhers geführt.

In Deutschland ist Peter Albiez seit März für das Geschäft verantwortlich. Der Biologe sitzt seit 2009 in der Geschäftsführung und leitet außerdem den Bereich Global Innovative Pharma. Albiez startete seine Karriere bei Pfizer 1996 als Pharmaberater. Er übernahm Führungspositionen im Vertrieb und Marketing, bevor er 2006 zum Leiter der Vertriebsorganisation aufstieg.

Der börsennotierte Konzern wurde 1849 als Charles Pfizer & Company in New York gegründet. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten rund 80.000 Mitarbeiter einen Umsatz von rund 49,6 Milliarden US-Dollar. Die umsatzstärksten Produkte sind Enbrel (Etanercept) bei rheumatoider Arthritis, das Antirheumatikum Celebrex (Celecoxib) und das Antiepileptikum Lyrica (Pregabalin).

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