Insolvenzverfahren

Gläubiger unterstützen Center-Apotheker

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Berlin -

Im Kampf aus der Pleite hat Center-Apotheker Helmut Michael die nächste Hürde genommen: Die Gläubiger haben dem Inhaber der Apotheke im Dresdener Seidnitz-Center (SEC) mehr Zeit für die Sanierung gegeben. Der Pharmazeut hatte die Apotheke in den vergangenen Monaten in Eigenverwaltung betrieben.

Die größten Gläubiger hatten bereits kurz nach Bekanntwerden der Insolvenz zu Michael gehalten. Dem Vernehmen nach steht der Pharmazeut unter anderem bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) und dem Stuttgarter Großhändler Gehe in den Miesen.

„Die Gläubiger haben allen Verfahrensbeteiligten ihr uneingeschränktes Vertrauen ausgesprochen“, sagte Sachwalter Dr. Dirk Herzig von der Kanzlei Schultze & Braun. Die Apotheke sei auf einem „guten Weg“.

Die Geldgeber standen vor der Wahl, die Verwertung des Vermögens anzuordnen oder die Eigenverwaltung aufzuheben. Damit hätten sie das Aus der Apotheke besiegelt. Denn da eine Apotheke nicht im Fremdbesitz geführt werden darf, ist der Insolvenzverwalter als Leiter ausgeschlossen.

Die Sanierung der Apotheke verlaufe zum Vorteil der Gläubiger, so Rechtsanwältin Nicole Schmidt von der Kanzlei AndresSchneider. Die Gläubiger hätten die Aussicht auf eine „deutlich höhere Befriedigung ihrer Forderungen als im Zerschlagungsfall“. Deshalb werde der Insolvenzplan abgewartet, so Schmidt. Ende Mai soll das Konzept vorliegen.

Das Insolvenzverfahren war im Februar eröffnet worden. In den vergangenen Monaten hatte Michael unter anderem das Sortiment gekürzt und Kosten im Bereich Werbung eingespart. Mittlerweile erziele die Apotheke wieder „kleine Gewinne“.

Michael hatte die Apotheke im SEC 1997 übernommen. Heute zählt sie mit einem Jahresumsatz von rund fünf Millionen Euro zu den größten Apotheken in Sachsen.

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