Ich weiß, was du online billiger gesehen hast

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Berlin - Der Preis ist für viele Verbraucher:innen noch immer das Hauptargument, OTC-Arzneimittel online zu bestellen. Bei der Rabattschlacht der Versender können Apotheken vor Ort meist nicht mithalten. Damit sie sich zumindest aktiv positionieren können, bietet Pharmatechnik in der Software jetzt einen Vergleich mit Onlinepreisen. Wer ganz mutig ist, kann sogar vor Ort mit zwei verschiedenen Preisen operieren.

Pharmatechnik hat vor Monaten damit begonnen, in ausgewählten Apotheken ein neues Tool zu testen, bei dem gängige Internetpreise für bestimmte Produkte direkt in der Apotheken-EDV ausgespielt werden. In der Warenwirtschaft wird dieser Online-Preis dem „normalen“ Apothekenabgabepreis gegenübergestellt. Jetzt wird das Konzept ausgerollt, wie eine Sprecherin des Softwarehauses bestätigte: „Dabei geht es nicht darum, die Internetpreise zu unterbieten, sondern vielmehr darum, bei der Preisgestaltung gut informierte Entscheidungen zu treffen.“

Die Inhaber:innen können nämlich selbst entscheiden, ob sie den Onlinepreis übernehmen wollen beziehungsweise wie weit sie davon abweichen möchten. Laut Firmenchef Dr. Detlev Graessner sind ohnehin höchstens 200 Produkte in der Apotheke preissensitiv – und schon dieser Wert gilt nur für ausgemachte Pfennigfuchser. Bei der Mehrzahl der Artikel haben die allermeisten Kund:innen keinen Vergleichspreis im Kopf.

Den Internetvergleichspreise gibt es nur für die moderne Softwarelinie Ixos. Die Übersicht wird täglich aktualisiert und in drei Vergleichspreise aufgeteilt: Der „niedrige Internetverkaufspreis“ beschreibt die intensivste Rabattschlacht, hier liegen selbst 80 Prozent der Versandpreise höher. Der „normale“ Internetverkaufspreis meint, dass je die Hälfte der Versandhandelspreise höher und tiefer liegen. Den hohen Vergleichswert unterbieten wiederum 80 Prozent der Online-Anbieter. Damit kann sich die Apotheke vor Ort orientieren.

Das Tool Ixos.IPV steht allen Teilnehmer:innen des Management-Partnerapothekenprogramms von Pharmatechnik zur Verfügung. Diese zahlen zwar nichts für die Nutzung, stellen ihre Wirtschaftsdaten aber pseudonymisiert einem Panel zur Verfügung. Dafür erhalten sie etwa individuelle Auswertungen, Markt- und Potenzialvergleiche und OTC-Marktberichte.

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