Geschäftsführer über Apothekenpläne

Dr. Grandel bringt neue Marke

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Berlin -

Kosmetik ist in Apotheken ein wichtiges Thema. Auch Dr. Grandel setzt immer mehr auf diesen Vertriebskanal. „Nach unseren Schätzungen sind es rund 4000 Apotheken, die kosmetikaffin sind und Entwicklungspotenzial haben“, sagt Geschäftsführer Dr. Gabriel Duttler. Die Kosmetikmarke aus Augsburg ist vor allem für die Ampullen bekannt. 

Dr. Grandel vertreibt in Apotheken die Kosmetikmarken Dr. Grandel und Arabesque sowie Nahrungsergänzungsmittel unter dem Dach von Dr. Grandel Health Products. Apotheken seien ein Wachstums- und Zukunftsmarkt, sagt Duttler. Kosmetik müsse man spüren und beraten. „Höherpreisige Kosmetik verkauft sich nicht einfach so, da sehe ich großes Potenzial in Apotheken.“

Die Kosmetik wird seit zwölf Jahren auch in Apotheken vertrieben. Aktuell bieten rund 800 Betriebe die Produkte an. „In Reformhäusern sind wir fast zu 100 Prozent distribuiert.“ Es gebe jedoch einen Fokus auf Apotheken, die auch über den Fachhandelsaußendienst betreut würden.

Topseller sind die Ampullen und vor allem der Adventskalender, der durch seinen Preisvorteil viele Kundinnen und Kunden anspricht. Die Ampullen machten 17 Prozent des Umsatzes aus. Auch das Wirkstoffkonzentrat Dr. Grandel Epigran aus natürlichem Weizenkeim gehört zu den Top-Produkten und wird immer noch in der Original-Rezeptur des Gründers angeboten.

Neueinführungen in diesem Jahr

Trends sieht Duttler bei Nachfüllpacks sowie Bereich Nahrungsergänzungsmittel und Longevity. In diesem Umfeld sei auch die Einführung einer neuen Marke in diesem Jahr geplant. Ein Vorteil sei, dass das Unternehmen Trendthemen bediene, dabei jedoch auf eine fast 80-jährige Historie und Erfahrung zurückblicke, sagt er.

Dr. Gabriel Duttler mit Ariane Grandel vor einem historischen Foto.
Unterstützt wird Duttler von seiner Cousine Ariane Grandel, die Tochter des Sohns vom Firmengründer.Foto: Dr. Grandel

Dr. Grandel und die Produkte made in Germany gibt es seit 1947. Das Familienunternehmen wurde von Dr. Felix Grandel gegründet. Der Chemiker und Ernährungswissenschaftler widmete sich vor allem der Erforschung des Weizenkeims und der Diätetik. 1979 fing sein Sohn Michael Grandel nach dem Ökonomie-Studium als Trainee in der Firma Keimdiät an, die von seinem Vater gegründet worden war. 1982 wurde er zum Mitgeschäftsführer, 1985 zum alleinigen Geschäftsführer bestellt.

2019 starb er nach kurzer, schwerer Krankheit. Heute wird das Unternehmen in dritter Generation von der Enkelin des Firmengründers, Ariane Grandel, und deren Cousin Dr. Gabriel Duttler geführt. Produktion, Forschung, Entwicklung und Logistik liegen in einer Hand. In Augsburg sind insgesamt rund 270 Angestellte beschäftigt. Weitere Marken sind Molat, Weizenkeime, Cerola oder Grandelat magnesium. „Der Transformationsprozess läuft weiter“, sagt Duttler.

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