Drogeriemärkte

dm: Pick-up im Regal?

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Berlin -

Die Pharma Punkte in den Filialen der Drogeriekette dm nehmen allerhand Platz weg. Denn das Bestellterminal steht auf großzügig bemessenen Sammelboxen für die Bestellungen. Mit dem neuen Pick-up-Partner will der Karlsruher Konzern möglicherweise Platz gewinnen und die Apotheke näher an die eigenen Produkte holen: Man denke darüber nach, die Pick-up-Stellen in die Regale zu integrieren, sagt dm-Geschäftsführerin Petra Schäfer. „Das muss man jetzt prüfen.“

dm will auch im eigenen Sortiment noch stärker auf den Vertrieb von Gesundheitsprodukten setzen. Dabei helfen sollen Terminals, an denen sich die Kunden zu freiverkäuflichen Arzmeimittel informieren können. Dazu werden die Packungen eingescannt, auf dem Bildschirm werden dann Details zu dem Produkt angezeigt.

Die Beratungsfunktion gibt es bereits an den Pick-up-Stellen in 850 Filialen von dm. In 110 Filialen gibt es die Beratungsterminals als eine eigene „Pharmaecke“ mitten im Regal. Bestellungen und Rezepte können die Kunden hier zwar nicht abgeben, dafür sind die Informationen zu den Produkten in deren unmittelbarer Nähe zu finden.

Erkundigen können sich die Mitarbeiter in der Produktpräsentation beispielsweise zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis pro Tagesdosis, aber auch zu inhaltlichen Fragen. Natürlich könne man sich auch an eine fachkundige Mitarbeiterin wenden, so Schäfer. „Viele Kunden schätzen aber auch die Anonymität.“

Derzeit gibt es Überlegungen bei dm, auch die Pick-up-Stellen direkt im Regal zu installieren. Laut Bundesverwaltungsgericht muss für den Verbraucher deutlich sein, dass die Versandapotheke nicht zur Drogerie gehört. dm könnte diese Vorgabe weiter ausloten.

Ein Schritt in diese Richtung war bereits der Auftritt der Europa Apotheek Venlo (EAV) als „Apo im dm“. Im Drogeriemarkt taucht dieser Name allerdings nicht auf.

Zum Jahreswechsel ersetzt die Versandapotheke „Zur Rose“ die EAV als Kooperationspartner. Da die Pharma-Punkte – also die Technik der Pick-up-Stellen – schon immer dm gehört haben, wird quasi nur der Anstrich verändert. Details zu der neuen Kooperation mit „Zur Rose“ sollen erst in den kommenden Wochen verraten werden.

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