Die Kraft von Doppelherz | APOTHEKE ADHOC
Porträt

Die Kraft von Doppelherz

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Berlin -

Drogist und Apotheker: Die „Kraft der zwei Herzen“ entwickelte sich zunächst aus der Kraft zweier Geschäftsmänner. Der Drogerist Josef Peter Hennes kreierte 1919 das Energie-Tonikum Doppelherz. In den 1920er-Jahren fusionierte seine Firma des Apothekers Alfred Queisser, und es entstand Queisser Pharma.

 

Queisser hatte bereits 1897 in Hamburg eine kleine pharmazeutische Fabrik eröffnet. Seit Ende der 1970er-Jahre gehört das Unternehmen der einflussreichen Flensburger Familie Dethleffsen, die seit 1935 an der Förde-Reederei, seit 1990 an der Reinigungsfirma Beyersdorf (Mr. Clean) und seit 1994 an der Flensburger Brauerei beteiligt ist. Seit 2000 gehört ihr auch Agitalis, ein Betreiber von Pflegeheimen. Außerdem gibt es zahlreiche Immobilienprojekte.

Ab 1994 stieg die Familie aus dem früheren Stammgeschäft mit Spirituosen aus. Der berühmte Bommerlunder etwa gehörte zum Portfolio, bevor er an Berentzen verkauft wurde. Wie die Eigentümer des Kölner Mitbewerbers Klosterfrau war die Familie eine zeitlang auch im Geschäft mit Kerzen (Gies Kerzen) aktiv.

Heute sind in achter Generation sieben Familienmitglieder gemeinsam aktiv. Um die Geschäfte kümmern sich die Cousins Andreas und Hermann Dethleffsen.

 

 

Queisser sitzt seit 1987 ebenfalls in Flensburg, die Herstellung ist in den ehemaligen Produktionsräumen einer Rumfabrik untergebracht. Das Unternehmen ist besonders für seine Doppelherz-Produkte bekannt. 2006 wurde das apothekenexklusive Sortiment „Doppelherz system“ eingeführt. Bei den Omega-3-Fettsäuren ist Queisser mit einem Anteil von 40 Prozent Marktführer. Das Sortiment, das vom eigenen Außendienst in etwa 8000 Apotheken angeboten wird, umfasst zudem Gelenkpräparate oder Augenmittel.

Zum Portfolio gehören auch die Marken Stozzon, Protefix, Ramend und Litozin. Die Produkte sind in Apotheken, Drogerien und dem Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.

Insgesamt erwirtschaftete Queisser zuletzt 140 Millionen Euro, die Hälfte davon im Ausland. Mit den Apothekenprodukten ist das Unternehmen im vergangenen Jahr besonders stark gewachsen: Der Umsatz kletterte um 10 Prozent, der Gesamtzuwachs lag mit 8,4 Prozent darunter.

 

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