CeraVe (L’Oréal) ist seit 2018 in den Apotheken erhältlich. Sonnenschutzprodukte gab es bislang nicht. Das ändert sich in diesem Jahr. CeraVe bringt im Februar fünf Sonnenschutzprodukte für Gesicht und Körper in die Apotheken.
CeraVe wurde mit Dermatologen aus den USA entwickelt. Die Kombination aus drei essenziellen Ceramiden und Hyaluron soll die Haut langanhaltend mit Feuchtigkeit versorgen und die Erneuerung der Hautschutzbarriere unterstützen. Ein Lichtschutzfaktor von 50 beziehungsweise 30 war bislang nur in der Feuchtigkeitsspendenden Gesichtscreme enthalten.
Jetzt werden fünf Sonnenschutzprodukte gelauncht – zwei Lotionen für den Körper, zwei Fluide fürs Gesicht und ein Stick. Die Sonnenschutzlotionen für den Körper – Invisible Feuchtigkeitsspendender Sonnenschutz LSF 50+ und Invisible Feuchtigkeitsspendender Sonnenschutz LSF 30 werden in jeweils zwei verschiedenen Größen erhältlich sein.
Für das Gesicht werden das Invisible Mattierendes Sonnenschutz Fluid LSF 50+ für normale bis fettige sowie zu Akne neigende Haut, das Invisible Feuchtigkeitsspendendes Sonnenschutz Fluid LSF 50+ für normale bis trockene und empfindliche Haut und der Sonnenschutzstift Invisible Sun Stick SPF 50+ für die Lippen und empfindliche Partien gelauncht.
Die Produkte kombinieren drei hautidentische Ceramide – EOP, NP und AP (auch 1, 3 und 6-II genannt) – und die MVE-Technologie. Dabei steht MVE für MultiVesicular Emulsion – vergleichbar mit einer Kugel aus mehreren Schichten, die sich langsam auflöst und die Inhaltsstoffe an die Haut abgibt. Zu den eingesetzten Sonnenfiltern gehören die Breitbandfilter Tinosorb S und Mexoryl XL. Die Texturen sind leicht, ziehen schnell ein, sind unsichtbar und hinterlassen bei allen Hauttönen keine weißen Rückstände.
Den Lichtschutzfaktor LSF oder Sun Protection Factor SPF gibt es seit 1956 in verschiedenen Stärken. Von leicht (LSF 6 bis 10), über mittel (15 bis 25) und hoch (30 bis 50) bis zu sehr hoch (50+) ist für jeden Hauttyp und jede/n Sonnenanbeter:in etwas dabei. Der LSF gibt Auskunft, wie viel länger man in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Allerdings muss auch die Eigenschutzzeit der Haut berücksichtigt werden.
Es gilt folgende Faustregel: Wer einen LSF 30 benutzt, verlängert die Eigenschutzzeit der Haut um das Dreißigfache. Dürfte man also ungeschützt zehn Minuten in der Sonne baden, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, sind es bei LSF 30 ganze 300 Minuten. Vorausgesetzt, es wurde genügend vom jeweiligen Produkt verwendet.
Die Eigenschutzzeit hängt vom Hauttyp ab. Wer helle, blasse Haut, blaue Augen und rote Haare hat, besitzt in der Regel eine Eigenschutzzeit von rund zehn bis 15 Minuten. Bei blonden Haaren und heller Haut sind es etwa 20 Minuten. Braunhaarige mit dunklerem Teint kommen auf bis zu 40 Minuten.
Der Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzes gibt Auskunft über den Schutz vor UVB-Strahlung, die für „B“ wie Bräune, Brand (Sonnenbrand) und Hautkrebs verantwortlich ist. UVB-Strahlen gelangen bis in die Epidermis und können die DNA schädigen. UVA-Strahlen sind verantwortlich für „A“ wie Alterung und Allergie. Sie sind an der Entstehung freier Radikale beteiligt und tragen zur Faltenbildung bei.
Laut Empfehlung der Europäischen Union sollten Sonnenschutzprodukte auch einen UVA-Schutz aufweisen. Dabei sollte der Schutz vor UVA-Strahlung mindestens ein Drittel des Lichtschutzfaktors betragen. Ein UVA in einem Kreis ist das europäische Siegel für den UVA-Schutz.
Die Haut sollte nicht nur vor UVA- und UVB-Strahlung geschützt werden, sondern auch vor Infrarot-Strahlung. Diese kann die Haut ebenfalls vorzeitig altern lassen.
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