Schweizer Apothekerverband warnt

Pharmasuisse kritisiert Galenica

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Berlin -

Galenica will die Produktion von Parenteralia beim Tochterunternehmen Bichsel schließen, da sich die Herstellung nicht mehr lohne. Bichsel ist jedoch der einzige Hersteller von rund 100 standardmäßig eingesetzten Infusionslösungen in der Schweiz. Der Apothekerverband Pharmasuisse sieht vor allem die Krankenhausversorgung gefährdet und zeigt sich besorgt.

Pharmasuisse und der Schweizerische Verein der Amts- und Spitalapotheker (GSASA) äußerten sich „zutiefst besorgt“ über die angekündigte Schließung der Tochtergesellschaft des Galenica-Konzerns. Dies habe weitreichende Konsequenzen für die Versorgungssicherheit der Schweiz und betreffe direkt das Kerngeschäft der Krankenhäuser.

Die Produktion pharmazeutischer Spezialitäten durch nationale Hersteller stelle immerhin einen zentralen Pfeiler der regulären medizinischen Versorgung in der Schweiz dar. „Dies wurde im Bericht der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) einberufenen Expertengruppe zur Versorgungssicherheit klar festgehalten, der dem Bundesrat am 25. Oktober 2025 unterbreitet wurde“, schreibt Pharmasuisse.

Nationale Produktionskapazitäten seien ein entscheidender Faktor für die Krisenreaktionsfähigkeit, ohne Hersteller wie Bichsel verliere die Schweiz die Fähigkeit, schnell und eigenständig auf ausserordentliche Versorgungssituationen zu reagieren. „Dies stellt ein sicherheitspolitisches Risiko dar.“

Die Apothekerschaft fordert daher von ihrer Regierung, kritische pharmazeutische Produktionskapazitäten als Bestandteil der nationalen Gesundheitsversorgung sicherzustellen, entsprechende Massnahmen müssten geprüft und in Kraft gesetzt werden. „Die Versorgung mit essenziellen Arzneimitteln darf nicht ausschliesslich von wirtschaftlichen Überlegungen und internationalen Märkten abhängig sein.“

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