Italien

Apotheker jubeln und hoffen APOTHEKE ADHOC, 04.03.2016 10:12 Uhr

Berlin - Die Apothekenpflicht ist gerettet. Jetzt hoffen die italienischen Apotheker, auch bei der Lockerung von Fremd- und Mehrbesitzverbot glimpflich davonzukommen. In der kommenden Woche soll die Entscheidung fallen, ob Apothekenketten erlaubt werden oder ob Pharmazeuten die Kontrolle behalten.

Die Abgeordnetenkammer hatte der geplanten Abschaffung von Fremd- und Mehrbesitzverbot sowie Bedarfsplanung bereits im vergangenen Jahr zugestimmt; nun musste noch der Senat entscheiden. Gestern tagte die für Industriethemen zuständige Kommission zur Liberalisierung des Apothekenmarktes; die Entscheidung wurde aber auf die kommende Woche vertagt.

Die Apotheker hoffen, die komplette Freigabe noch abwenden zu können. Bei einer Anhörung hatte sich der Verband Federfarma bereits Ende vergangenen Jahres dafür ausgesprochen, dass Approbierte die Mehrheit der Firmenanteile und damit Stimmrechte halten müssen. Ähnliche Regelungen gibt es bereits in Österreich, Ungarn und anderen Ländern, auch bei der Liberalisierung in Griechenland sind entsprechende Klauseln vorgesehen, die die berufliche Unabhängigkeit sichern sollen.

Auch wenn der Ausgang noch ungewiss ist: Freuen können sich die Apotheker bereits, dass der neuerliche Angriff auf die Apothekenpflicht sehr wahrscheinlich abgewendet wurde. Der Senat stimmte dagegen, rezeptpflichtige, aber nicht erstattungsfähige Medikamente in die sogenannten OTC-Shops (Parafarmacien) zu entlassen. Zuletzt hatte der Einzelhandelsverband Conad 144.000 Unterschriften für die Freigabe gesammelt – viel zu wenig, um noch einmal Schwung in die Sache zu bekommen.

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