2 Millionen Unterschriften für Apotheken

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Berlin - Weitere 200.000 Briten haben im Juni die Petition „Support your local pharmacy“ unterzeichnet. Seit Kampagnenstart kamen zwei Millionen Unterschriften zusammen. Damit zeigen Kunden ihre Unterstützung für Apotheker, die sich gegen geplante Mittelkürzungen um Umstrukturierungen der Regierung wehren. Ohne die Gelder könnten bis zu 3000 Apotheken schließen.

Das Ministerium will Geld sparen, indem etwa Apothekenaufgaben zentralisiert und Versandapotheken gefördert werden sollen. Die Apotheker wehren sich gegen die geplanten Budgetstreichungen und setzen dabei auf die Hilfe ihrer Kunden: In den Apotheken liegen Listen aus, auf denen Patienten ihre Unterschrift gegen die Sparmaßnahmen der Regierung setzen können.

Mit mehr als zwei Millionen Unterschriften handelt es sich laut Apothekerverband um die größte britische Petition im Gesundheitsbereich. Auch im Internet lief bis zum 29. Juni eine Aktion. Etwa 68.000 Briten unterschrieben; 100.000 sind nötig, damit eine e-Petition im Parlament debattiert wird.

Verbandschef Ian Strachan nahm die geknackte Zwei-Millionen-Marke zum Anlass, Premierminister David Cameron einen Brief zu schreiben. Darin bat er ihn, den Budgetplan des Gesundheitsministeriums erneut zu überdenken. „Die Entscheidungen der nächsten Wochen könnten unumkehrbare Folgen für Patienten und Gemeinden im Land haben“, warnt er. Die Arzneimittelabgabe und Beratung durch die Apotheke vor Ort sei die Grundlage für qualitativ hochwertige, sofortige pharmazeutische Versorgung.

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