Pharmasuisse wirbt mit Influencer

Beratungskampagne: Versteckte Kamera in Apotheken

, Uhr
Berlin -

Apotheken in der Schweiz dürfen die häufigsten Krankheiten eigenverantwortlich diagnostizieren und behandeln. Um dies in der Bevölkerung bekannter zu machen, startet der Apothekerverband Pharmasuisse eine Kampagne. Dazu besucht ein Influencer mit ungewöhnlichen Anliegen verschiedene Apotheken – mit versteckter Kamera.

Rund 1800 Apotheken mit circa 300.000 Kundenkontakten pro Tag sichern die wohnortnahe Grundversorgung mit Arzneimitteln in der Schweiz. Durch die Revision des Medizinalberufegesetzes (MedBG) und des Heilmittelgesetzes (HMG) sind Apotheker:innen in seit 2019 befugt, die häufigsten Krankheiten in eigener Verantwortung zu diagnostizieren und zu behandeln, bestimmte rezeptpflichtige Medikamente abzugeben und Impfungen durchzuführen. Als erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen können sie so die Hausarztpraxen und überfüllten Notaufnahmen entlasten.

„Wir machen‘s möglich – deine Apotheke“

Dies betrifft Arzneimittel zur Behandlung häufig auftretender Krankheiten, die bekannte, seit mehreren Jahren zugelassene Wirkstoffe enthalten. Dazu zählen beispielsweise Präparate für Magendarm-Erkrankungen, akute Schmerzen, Dermatosen oder die saisonale allergische Rhinitis. Der Bundesrat legt fest, für welche Indikationen welche Arzneimittel unter welchen Voraussetzungen von Apotheker:innen rezeptfrei abgegeben werden dürfen.

Dass Apotheken neben der Grundversorgung diese zusätzlichen Leistungen erbringen, soll durch die neue Kampagne die breite Bevölkerung erreichen. „Ich freue mich sehr auf die Kampagne und darauf, die Botschaft zusammen mit unseren 20.000 Apotheken-Fachkräften nach außen zu tragen“, meint Martine Ruggli, Präsidentin von Pharmasuisse.

Die auf mehrere Jahre ausgelegte Kampagne mit dem Titel „Wir machen's möglich – deine Apotheke“ soll auf die Kompetenz der Apotheke aufmerksam machen. Außerdem können Schweizer:innen auf der Website an einem Wissenstest teilnehmen. Darin können sie ihre Kenntnisse zu ausgewählten Krankheitsbildern und den Dienstleistungen in der Apotheke überprüfen.

Influencer als Gesichter

Um eine jüngere, modernere Zielgruppe anzusprechen, hat Pharmasuisse als Gesicht der Kampagne den Komiker und Influencer Cedric Schild gewählt. „In typischer Cedi-Manier hat er sich mit versteckter Kamera aufgemacht und ist von Apotheke zu Apotheke gezogen, um zu schauen, ob die Botschaft hält, was sie verspricht. Entstanden sind dabei witzige Kurzvideos, die die Vorteile einer Konsultation in der Apotheke auf den Punkt bringen“, erläutert Pharmasuisse.

Die Kampagne läuft auf allen gängigen Social-Media-Plattformen – Instagram, Youtube, Linkedin und Tiktok. Außerdem wird sie auf Screens in den Apotheken ausgespielt und vom Medienpartner Blick verbreitet und begleitet.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch
Mehr zum Thema
Kein Personal für Zusatzservice
Spiegel-Beitrag: pDL spalten Apothekerschaft
Onlinekurse für mehr digitalen Durchblick
„Digital.kompetent“: DAK rät zu Versandapotheken
Mehr aus Ressort
Reaktion auf geplante Erhöhung der Studienplätze
Südkorea: Ärztestreit bedroht Patientenversorgung
Nachfolge von Andrea Ammon
ECDC: Österreicherin wird neue Chefin
„How Pharmacies Were Ruined By Corporate Greed“
USA: Warum niemand in CVS-Apotheken arbeiten will

APOTHEKE ADHOC Debatte