Berlin -

Der Umweltaspekt wird für viele Kunden auch beim Kauf von Kosmetikprodukten immer wichtiger. Hier stehen zwei Aspekte besonders im Vordergrund: Zum einen kann beim Kauf auf eine nachhaltige Verpackung geachtet werden, Tiegel aus Glas sparen beispielsweise Plastik ein. Zum anderen liegt der Fokus auf nachhaltig angebauten Rohstoffen. Ein ebenfalls neuer Trend: Vegane Kosmetik. Wie kann der Kunde schnell und einfach nachhaltige Kosmetik erkennen? Und was zeichnet diese eigentlich aus?

Immer mehr kosmetischen Unternehmen liegt eine nachhaltige Produktion am Herzen. Die Umwelt soll so wenig wie möglich belastet werden. Hierfür setzen immer mehr Hersteller auf natürliche Inhaltsstoffe und versuchen gleichzeitig auf den Einsatz von Palmöl oder tierischen Erzeugnissen zu verzichten. Auch beim Thema Verpackung geht der Trend weg vom Plastik, hin zu Materialien wie Glas oder Holz. Auch ganz unverpackte Kosmetika sind erhältlich. Durch innovative Darreichungsformen können ebenfalls Verpackungsmaterialien eingespart werden.

Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs

Produkte mit Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs enthalten in einem angegebenen Prozentsatz unveränderte Inhaltsstoffe. So bereichern manche Pflanzen die Rezeptur beispielsweise mit natürlichen Konservierungsstoffen. Diese Pflanzen weisen Verbindungen auf, die vor Fäulniserregern schützen. Als Beispiel sind hier Heidel- und Preiselbeeren zu nennen, die Benzoesäure enthalten. Auch Sorbinsäure ist in einigen Pflanzen zu finden und kann als Konservierungsstoff dienen.

Naturkosmetik an sich ist kein geschützter Begriff. Um sicher zu gehen, dass es sich um Naturkosmetik handelt, sollte auf Qualitätssiegel geachtet werden. Die häufigsten Siegel in Deutschland sind das NaTrue-Siegel und das BDIH-Siegel. Bio-Inhaltsstoffe werden häufig speziell gekennzeichnet. Entweder steht der Begriff „Bio“ in Klammern oder die betreffenden Inhaltsstoffe sind mit einem Sternchen gekennzeichnet. Hersteller zertifizierter Naturkosmetik müssen sich an folgende Regeln halten:

  • Inhaltsstoffe auf Erdölbasis, Silikone, mineralölbasiertes Mikroplastik und Polyethylenglykole dürfen nicht eingesetzt werden
  • Es sind nur mineralische Lichtschutzfilter erlaubt, Nanopartikel sind nicht verboten
  • Es sind nur bestimmte chemisch hergestellte Stoffe wie einige Pigmente für dekorative Kosmetik und naturidentische Konservierungsstoffe erlaubt
  • Es gelten strengere Verbote für Tierversuche
  • Je nach Siegel muss ein bestimmter Teil der Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau stammen

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