Erkältungsverlauf

Inkubationszeit: Von der Ansteckung bis zu den Symptomen

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Die größte Ansteckungsgefahr geht dennoch von Personen aus, die bereits Symptome haben und durch Husten und Niesen die Bazillen in die Umgebung schleudern. Eine Erkältung wird dabei in den meisten Fällen durch Rhino-oder Adenoviren ausgelöst. Ist die Inkubationszeit vorbei, gibt es meist einen klassischen Erkältungsverlauf: Es beginnt mit leichtem Halskratzen, laufender Nase oder allgemeinem Schwächegefühl. Nach den ersten Tagen steigern sich die Symptome und erreichen den Höhepunkt.

Oft tritt zunächst Schnupfen mit einer verstopften Nase auf, später kommt häufig ein trockener Reizhusten hinzu, der sich im Verlauf zu einem produktiven Husten entwickelt. Nach einigen Tagen klingen die Symptome schließlich ab. Der Husten kann erneut trocken und unproduktiv werden und noch einige Zeit andauern. Insgesamt dauert eine Erkältung rund eine Woche. Im Volksmund wird daher häufig die passende Regel „kommt drei Tage, bleibt drei Tage, geht drei Tage“ verwendet.

Anders sieht es aus, wenn sich zusätzlich zu den Viren noch Bakterien ausbreiten: Durch die Virusinfektion ist die Abwehr des Körpers herabgesetzt. Die Schleimhäute und Atemwege sind bereits gereizt und können ihre Schutzfunktion nicht mehr ordnungsgemäß erfüllen. Außerdem hat das Immunsystem alle Hände voll zu tun, um die Viren abzuwehren. Nun haben Bakterien leichtes Spiel. Es kann zu Superinfektionen wie Mandelentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen oder Lungenentzündungen kommen, welche die Dauer der Erkrankung erheblich verlängern können.

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