Schüttelfrost – wieso, weshalb, warum?

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Berlin -

Schüttelfrost ist meist Begleitsymptom eines fiebrigen Infektes. Fast immer gehen Schüttelfrost und Fieber Hand in Hand. Obwohl es für Betroffene unangenehm ist, steckt hinter dem Phänomen ein durchaus sinnvoller Mechanismus des Körpers.

Fast jeder hat schon einmal einen Infekt gehabt, der mit Fieber einhergegangen ist. Oft kommt es dabei trotz der erhöhten Körpertemperatur dazu, dass Erkrankte frieren – und das trotz Pullover, Decke oder Wärmflasche. Mediziner bezeichnen das Phänomen als „Febris undularis“, besser bekannt als Schüttelfrost.

In vielen Fällen geht der Schüttelfrost dem Fieber voraus. Er kann aber auch gänzlich ohne erhöhte Körpertemperatur auftreten. Das Frieren führt dazu, dass die Muskulatur unkontrolliert zittert. Dies kann am ganzen Körper geschehen: Betroffene klappern mit den Zähnen oder zittern am ganzen Körper.

Meist liegen Infektionen mit Viren, Bakterien oder Pilzen zugrunde: Dringen sie in den Körper ein, versucht dieser sie mit allen Mitteln abzuwehren. Das Immunsystem wird hochgefahren und die Körpertemperatur erhöht, indem fieberauslösende Pyrogene freigesetzt werden. Das Wärmeregulationszentrum im Gehirn wird dadurch angeregt die Körpertemperatur hochzuregeln. Steigt die Körpertemperatur auf mehr als 38 Grad Celsius an, gilt es als Fieber.

Muskelzittern für die Wärmeproduktion

Die Muskelkontraktionen sollen dabei helfen, die Temperatur schneller zu steigern. Dafür werden große Muskelgruppen wie die von Oberschenkeln, Kiefer oder Rücken mobilisiert. Die Muskulatur wird dadurch besser durchblutet und erwärmt. Dennoch klagen Erkrankte gleichzeitig über Kälteschauer und frösteln. Die Schübe dauern meist mehrere Minuten an und klingen dann von selbst wieder ab. Kontrollierbar sind sie nicht. Allerdings können sie für den ohnehin schon geschwächten Körper sehr anstrengend sein und zu weiterer Abgeschlagenheit und Müdigkeit führen.

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