Anatomische Erkältungsreise: Kehlkopf und Stimmbänder

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Berlin -

Im Rahmen vieler Erkältungskrankheiten kann einem auch mal die Stimme wegbleiben. Aber was sind die Ursachen dafür? Und wie entsteht eigentlich ein Ton? Und worauf sollte man bei der Beratung von Stimm- und Kehlkopfbeschwerden achten? 

Anatomie

Kehlkopf (Larynx)

Der Kehlkopf verbindet die Luftröhre mit dem Rachenraum. Der Schleimhautschlauch wird durch Knorpelplatten offengehalten. Er besteht aus gelenkig miteinander verbundenen Knorpelanteilen, welche über spezialisierte Muskeln bewegt werden können. Durch diese Bewegung wird die Stimmritze zur Phonation eng oder weit gestellt. Gerade bei Männern ist der Kehlkopf von außen sichtbar – der sogenannte Adamsapfel bildet einen sichtbaren Vorsprung.

Kehlkopfdeckel (Epiglottis)

Dieser Teil des Kehlkopfes besteht aus elastischem Knorpel und dient dem Anheben dem Aspirationsschutz beim Schlucken. Die Platte hebt sich beim Schluckakt, sodass der Kehlkopfeingang durch Druck auf benachbarte Fettkörper geschlossen wird.

Weitere Knorpel

Schildknorpel (Cartilago Thyoidea, Ringnorpel (Cartilago Cricoidea) und Stellknorpel (Cartilago arytaenoidea) bilden das restliche Gerüst des Kehlkopfes. Die Stellknorpel regulieren die Weite der Stimmritze.

Stimmbänder (Ligamentum vocalia)

Verschiedene Bänder und Membranen des Kehlkopfs halten die Knorpel zusammen. Von besonderer Bedeutung sind die Stimmbänder: Sie formen die Stimmritze und dienen der Stimmerzeugung. Sie sind paarig angelegt und bestehen aus elastischen Fasern.

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