Neue Varianten im Fokus

WHO besorgt wegen Rückgang von Coronatests

, Uhr
Berlin -

Angesichts neuer Coronavirus-Untervarianten ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) besorgt, dass Länder weniger testen. „Wir müssen dieses Virus in jedem einzelnen Land genau verfolgen“, sagte WHO-Notfalldirektor Mike Ryan am Mittwoch in Genf.

Das Virus verändere sich ständig, neue Entwicklungen müssten so früh wie möglich entdeckt werden. „Wir können es uns nicht leisten, das Virus aus den Augen zu verlieren.“ Es wäre sehr kurzsichtig zu denken, dass das Risiko einer Ansteckung wegen weniger gemeldeter Infektionen zurückgegangen sei.

BA.4 und BA.5

Die WHO führt nach wie vor Delta und Omikron als „besorgniserregende Varianten“ auf. Bei Omikron schließt dies mehrere Linien ein, darunter die jüngst aufgetauchten BA.4 und BA.5. Sie seien in Südafrika und in einigen europäischen Ländern nachgewiesen worden, sagte die WHO-Covid-19-Expertin Maria van Kerkhove. Beide wiesen teils andere Charakteristika als andere Omikron-Varianten auf.

Spezialisten untersuchen, ob BA.4 und BA.5 sich schneller als andere Virus-Linien ausbreiteten, ob sie sich im Hinblick auf den Krankheitsverlauf von anderen unterscheiden und wie Impfstoffe dagegenwirken. Bislang gebe es keine Anzeichen, dass mit BA.4 oder BA.5 infizierte Menschen einen schwereren Krankheitsverlauf haben, sagte van Kerkhove. Nach ihren Angaben sind aber erst weniger als 200 Sequenzierungen dieser Untervarianten in die Datenbank der WHO hochgeladen worden. Van Kerkhove rief die Länder auf, die Entwicklung von Varianten weiter genau zu überwachen.

Die Zahl der pro Woche gemeldeten Todesfälle sinkt weltweit, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte. Am 10. April wurden innerhalb von sieben Tagen 22.000 Todesfälle gemeldet, so wenig wie seit den Anfangswochen der Pandemie 2020 nicht mehr.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch
Mehr aus Ressort
Eingeschränkte Bürgertests
BMG: Neue TestV gilt ab morgen »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Medikament gege Hyperhidrose
Dr. Wolff: Axhidrox kommt ab August»
Nach 25 Jahren in den Ruhestand
Hammer verlässt P&G»
Reinhardt moniert „Honorarkürzung“
Sparpaket: Ärzte wollen verschont werden»
Sparpaket „falsch und unfair“
Abda: „Es gibt keine Effizienzreserven“»
Kritik an Eckpunktepapier
Kassen schimpfen auf Lauterbach»
Mutmaßliches Rezeptfälscherpaar festgenommen
Polizist:innen verletzt: Rangelei vor Apotheke»
Erheblicher Schaden entstanden
Auto in Apotheke geschleudert»
„Ich weiß, dass das ein defizitäres Geschäft ist“
Apotheker übernimmt 3 Euro Testanteil»
Auf antibakterielle Wirkstoffe besser verzichten
Hautcremes können dem Mikrobiom schaden»
Erste Leitlinie für Diagnose & Behandlung
Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen»