Sanofi muss die Auslieferung seines Grippeimpfstoffs Vaxigrip erneut verschieben. Voraussichtlich erst Anfang November wird weitere Ware in den Apotheken eintreffen. Apotheken geraten damit gegenüber den Praxen, die den Impfstoff bestellt haben, in Erklärungsnot.
Bei Vaxigrip kommt es zu weiteren Terminverschiebungen. Dies betrifft insbesondere die 10er-Packung ohne Kanüle, deren Auslieferung an den Großhandel sich nach aktuellem Planungsstand auf KW 44 und KW 46 verschiebt: Zwei Drittel der Aufträge sollen in der letzten Oktoberwoche abgearbeitet werden, der Rest Anfang bis Mitte November.
Bei der 10-er Packung mit Kanüle wurden laut Hersteller rund 60 Prozent der Bestellungen bereits ausgeliefert, der Rest soll hier ebenfalls erst in der zweiten Novemberwoche beim Großhandel eintreffen. Die Einzelpackung ist laut Sanofi bereits seit Ende September komplett im Markt.
Man wisse, dass Veränderungen der Auslieferungsplanung die Planungen in den Apotheken erschwerten, und bedauere die damit verbundenen Unannehmlichkeiten, so der Hersteller. Die Verzögerungen seien auf mehrere zusammenwirkende Faktoren zurückzuführen. Dazu gehörten die umfangreichen Anpassungen der Influenza-Stämme für die Saison 2026/2027 sowie Verzögerungen bei der Bereitstellung und Kalibrierung der benötigten Reagenzien. Auch die regulatorischen Prozesse zur jährlichen Stammanpassung beeinflussten die Produktionszeitpläne.
„Für die von Sanofi hergestellten und vertriebenen Impfstoffdosen bestehen keine Bedenken hinsichtlich Sicherheit oder Qualität“, versichert der Konzern.
Bei Efluelda hat Sanofi nach eigenen Angaben bereits einen wesentlichen Teil der vorgesehenen Mengen ausgeliefert. Die verbleibenden Mengen würden sukzessive in weiteren Auslieferungswellen bereitgestellt: Bei der Einzelpackung sollen die offenen 25 Prozent in dieser Woche kommen. Bei der 10er-Packungen ist noch ein Drittel der Bestellungen offen, diese sollen in den kommenden drei Wochen abgearbeitet werden.
Die Vorbestellungen für impfende Apotheken werden ebenfalls erst Ende Oktober ausgeliefert.
Bis 4. Oktober (KW 40) wurden laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) rund 16,3 Millionen Dosen freigegeben. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 18,3 Millionen Dosen, davor 18,7 Millionen Dosen. Die höchsten Zahlen hatte es in der Pandemie gegeben: In der Saison 2021/22 wurden bis KW 40 bereits 25 Millionen Dosen freigegeben, im Jahr darauf waren es sogar 26,2 Millionen Dosen.