Ärzte ohne Grenzen

Ukraine: Apotheken sind „leer geräumt“

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Berlin -

Der russische Angriff auf die Ukraine hält weiter an. Auch Apotheken sind betroffen. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen teilte gegenüber der „Zeit” mit, dass die Betriebe teilweise geplündert wurden.

Auch die Arzneimittelversorgung der ukrainischen Bevölkerung ist durch den Angriffskrieg erheblich eingeschränkt. In vielen Städten ist die Not groß. In Maripoul etwa fehlen laut Ärzte ohne Grenzen nicht nur Wasser und Lebensmittel. Auch Arzneimittel sind nicht mehr zu bekommen.

Viele Apotheken seien aufgebrochen, sagt ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation der Zeit. „Die Menschen sind hinein und haben Medikamente herausgeholt, weil nichts mehr funktioniert. Keine Geschäfte, keine Apotheken, niemand verkauft mehr Medikamente.“ Inzwischen seien fast alle Läden und Apotheken leer geräumt.

Medikamente reichen noch zwei Wochen

Die Zeitung lässt auch weitere Menschen vor Ort zu Wort kommen. Eine Bürgerin aus Charkiw schildert, dass auch dort alle Lebensmittelläden geschlossen hätten, auch die Apotheken. „Ich denke, unsere Vorräte reichen noch für eine Woche, meine Medikamente für zwei Wochen – an das, was danach kommt, möchte ich nicht denken“, sagt die Frau.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) sicherte dem Land Unterstützung bei der medizinischen Versorgung der Menschen zu. „Der brutale Angriffskrieg Russlands richte sich auch gegen die medizinische Infrastruktur des Landes. Das Gesundheitssystem stehe in der Ukraine teilweise vor dem Zusammenbruch.“ Mit einer Allgemeinverfügung hatte die Bundesregierung dafür gesorgt, dass Hilfsorganisationen unbürokratisch Arzneimitteln und auch Betäubungsmittel in die Ukraine liefern können. Damit Transporte in die Ukraine durchkommen, arbeite das BMG auch mit dem Zoll und den polnischen Behörden zusammen.

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