Plumper Betrugsversuch in Apotheken

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Berlin - Apotheken sind es ja gewohnt, von Gesundheitspolitikern oder Krankenkassen für dumm verkauft zu werden. Aber die Betrugsmasche eines angeblichen Telekommunikationsunternehmens ist doch etwas zu plump. Per Mail werden Gewerbetreibende aufgefordert, hohe Beträge für angebliche Anrufe bei einer Auskunftsnummer zu zahlen.

Betroffene Apotheken haben eine E-Mail von „KMP Rechtsanwälte“ bekommen, die sich als Inkassounternehmen ausgeben und angeblich im Auftrag der „11885 Auskunftsdienste AG“ mit Sitz in Bonn tätig werden. Betreff: Letzte Mahnung vor Einleitung gerichtlicher Schritte.

Zumindest wurde sich die Mühe gemacht, die korrekte Telefonnummer der angeschriebenen Apotheken zu ermitteln. Von diesen Anschlüssen soll dann jeweils ein längeres Telefonat bei der Auskunftsnummer erfolgt sein. Datum, Uhrzeit und Dauer des vermeintlichen Telefonats werden angegeben, ebenso ein Aktenzeichen.

Neben den angeblich offenen Forderungen für das Verbindungsentgelt fordert die Firma die Erstattung ihrer Rechtsanwaltsgebühren. Der Gesamtbetrag soll auf ein Kanzleikonto in Litauen überwiesen werden – dabei sitzt die Kanzlei nach eigener Auskunft in Duisburg. Als Empfänger wird ein Dumantas Dudonis genannt.

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