Tamoxifen: Weiterer Import zur Sicherstellung der Versorgung | APOTHEKE ADHOC
Abanta erhält Gestattung

Tamoxifen: Weiterer Import zur Sicherstellung der Versorgung

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Berlin -

Der Lieferengpass bei Tamoxifen verunsichert viele Brustkrebspatientinnen, denn gute Alternativen zum Wirkstoff fehlen. Aktuell wird die Versorgung durch Importe sichergestellt. Abanta informiert darüber, dass die Genehmigung für das Vertreiben eines Tamoxifen-Importes erteilt wurde. Anfang Mai soll der Lieferengpass vorerst beendet und die Versorgung durch neue Lieferungen sichergestellt sein.

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Rund 130.000 Frauen nehmen täglich den selektiven Estrogenrezeptormodulator Tamoxifen ein. Weil das Brustkrebsmittel nicht lieferbar ist, hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den Versorgungsmangel erklärt. Über Importe sollen die Engpässe überbrückt werden. Der Engpass besteht nun schon seit rund zwei Monaten. Eine Umstellung der Patient:innen auf andere Wirkstoffe ist meist mit einem schlechteren Nebenwirkungsprofil verbunden. Die Versorgung der Betroffenen wird aktuell über Importe aufrechterhalten. Nun hat auch Abanta in Absprache mit dem BfArM durch die Aufsichtsbehörde eine Gestattung erhalten, Tamoxifen Tabletten in den deutschen Markt zu importieren und zu vertreiben. Es handelt sich um die Wirkstärke 20 mg.

„Mit dieser Maßnahme soll der bestehende Lieferengpass beschränkt werden“, teilt Abanta mit. Folgende PZN ist ab sofort lieferfähig:

PZN: 18087295, Tamoxifen 20mg Tablets – UK
Tamoxifen 20 mg Tablets, Packungen zu je 30 Tabletten
Hersteller: Tillomed

Laut BfArM kann die Versorgung aller Patientinnen mit den aktuell zur Verfügung stehenden Arzneimitteln sichergestellt werden, wenn die beschlossenen Maßnahmen der konsequenten Verordnung und gleichmäßigen Abgabe von kleinen Packungsgrößen – maximal 30 Tabletten – anstatt der üblichen 100 Tabletten eingehalten werden. „Aufgrund der zugesicherten Lieferungen ist davon auszugehen, dass sich die Versorgungslage ab Mai 2022 deutlich entspannen wird.“ Denn spätestens dann sollen nach derzeitiger Planung weitere 20 Millionen Tabletten in der Stärke 20 mg in den Verkehr gebracht werden.

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