Apothekenzahlen

Sachsen: 13 Apotheken weniger

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Berlin -

Auch in Sachsen ist die Zahl der Apotheken im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen, wenn auch weniger stark als in den beiden Vorjahren.

Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Apotheken in Sachsen von 880 auf 867. Insgesamt haben 18 öffentliche Apotheken geschlossen und fünf neu eröffnet. Zum Vergleich: 2024 lag der Rückgang bei 27 Betriebsstätten, 2023 waren es 17.

In den vergangenen zehn Jahren sind 122 Apotheken für die Versorgung verloren gegangen. Den Höchstwert hatte es 2011 gegeben, damals existierten 1001 Apotheken im Freistaat.

Schon im vergangenen Jahr hatten Sächsischer Apothekerverband (SAV) und Sächsische Landesapothekerkammer (SLAK) ein Soforthilfeprogramm gegen das Apothekensterben gefordert. „Wir erfüllen einen staatlichen Versorgungsauftrag, aber unsere Honorierung wurde seit mittlerweile zwölf Jahren nicht mehr angepasst“, kritisierte Verbandschef Thomas Dittrich. „Es ist höchste Zeit, dass die Politik entschlossen handelt, um diesen Abwärtstrend zu stoppen.“

Vor allem ältere und in der Mobilität eingeschränkte Menschen litten unter den längeren Wegen zur nächsten Apotheke „und sind damit praktisch von der Versorgung abgeschnitten“, ergänzte Kammerpräsident Göran Donner. Apotheken als „essenzieller Bestandteil des Versorgungsnetzes“ müssten gestärkt und deren Potenziale zur Entlastung des Gesundheitssystems „endlich in vollem Umfang genutzt werden“.

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