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AstraZeneca will Unterschriften von Apothekern

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Pulmicort Turbohaler ist regelmäßig beim Großhandel nicht lieferfähig. Der Hersteller AstraZeneca liefert das Antiasthmatikum aber nach eigenen Angaben mehr in den Markt als an Patienten abgegeben wird. Daher will es der Pharmakonzern genau wissen: Nachdem die Apotheken eine Zeitlang sogar Kopien der Rezepte nach Wedel schicken mussten, muss jetzt bei jeder Direktbestellung schriftlich versichert werden, dass ein Rezept vorliegt.

Mit ihrer Unterschrift sollen die Apotheker rechtsverbindlich bestätigen, dass die Ware ausschließlich zur Abgabe auf Rezept an Patienten verwendet wird. „Wir wissen nicht, was mit unserer Ware passiert“, begründete ein Konzernsprecher das Vorgehen. Wegen der wiederholten Lieferengpässe solle mit den Direktbelieferungen eine zeitnahe Versorgung sichergestellt werden.

Die Maßnahme sei lediglich als „Notfallkanal“ für Kleinstmengen gedacht, teilt AstraZeneca mit. Bestellungen, die bis 13 Uhr per Fax eingehen, werden demnach am nächsten Werktag über den Logistiker Trans-o-Flex porto- und verpackungsfrei geliefert - Freitagsbestellungen aber erst montags bedient.

Immer wieder gibt es Hersteller, die ihre Ware kontingentieren. Dabei haben die Großhändler seit zwei Jahren einen gesetzlichen Belieferungsanspruch. Das Bundesgesundheitsministerium hatte seinerzeit klargestellt, dass die Hersteller „innerhalb eines vorhandenen Bedarfs für den deutschen Markt“ an die Zwischenhändler liefern müssen. Auch Mengenkürzungen dürfe es - „sofern sich die Nachfrage des Großhandels im Rahmen der Bedarfsdeckung bewegt“ - nur geben, wenn der Hersteller mit der Produktion nicht nachkomme.

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