Berlin -

Ab März soll das Wiederholungsrezept in Kraft treten. Vor allem chronisch kranke Personen sollen davon profitieren. Aber was bedeutet eigentlich „chronisch krank"? 

Definition

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gibt eine Richtlinie zur Definition von chronischen Erkrankungen heraus. In dieser „Chroniker-Richtlinie“ gilt als schwerwiegend chronisch krank, wer mindestens ein Jahr lang, mindestens einmal pro Quartal aufgrund ein und derselben Erkrankung ärztlich behandelt wurde. Zusätzlich muss eines der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • Pflegegrad 3, 4 oder 5 nach dem zweiten Kapitel SGB XI
  • Es liegt ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 60 Prozent vor
  • Es liegt ein Grad der Schädigungsfolgen (GdS) von mindestens 60 Prozent vor
  • Es liegt eine Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von mindestens 60 Prozent vor
  • Notwendigkeit einer kontinuierlichen medizinischen Versorgung, um folgende Punkte zu verhindern:
    • lebensbedrohliche Verschlimmerung
    • eine Verminderung der Lebenserwartung
    • eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität

Belastungsgrenze für Zuzahlungen

Personen mit schwerwiegenden chronischen Erkrankungen werden bei Zuzahlungen entlastet. Sie müssen Zuzahlungen nur bis zu einer Belastungsgrenze von einem Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt leisten. Für alle anderen beträgt die Belastungsgrenze zwei Prozent.

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