Packungsgrößenverordnung

Hier darf's ein bisschen mehr sein APOTHEKE ADHOC, 31.01.2018 14:48 Uhr

Berlin - Apotheken dürfen nicht mehr als die verordnete Menge beliefern – diese Aussage stimmt nur zum Teil, denn in Einzelfällen ist dies zulässig. Die Wirtschaftlichkeit spielt dabei jedoch keine Rolle. Im Zeichen des Rabattvertrages darf über die verordnete Menge hinaus geliefert werden.

Hat der Arzt den Austausch auf ein anderes Arzneimittel durch Setzen des Aut-idem-Kreuzes nicht ausgeschlossen, muss nach Rabattvertrag der Krankenkasse beliefert werden. Entscheidend sind hierbei gleicher Wirkstoff, identische Wirkstärke, gleiche oder austauschbare Darreichungsform, Zulassung für ein gleiches Anwendungsgebiet und – für die Überschreitung der verordneten Menge entscheidend – die identische Packungsgröße.

Diese gilt entsprechend § 31 Sozialgesetzbuch (SGB V) als identisch, wenn diese dem gleichen Normbereich zugeordnet werden kann. Die Packungsgrößenverordnung (PackungsV) dient als Arbeitshilfe, um den gültigen Normbereich der Wirkstoffe zu ermitteln. Für den Protonenpumpenhemmer Pantoprazol etwa gilt: N1 sind 30 Stück; N2 sind 55 Stück und N3 sind 100 Stück.

Im Grundsatz gilt die Regelung, dass für die N1 die Anzahl der einzelnen Anwendungen nicht um 20 Prozent abweichen darf. Im Falle der mittleren Normgröße darf die Abweichung nicht mehr als 10 Prozent betragen und für die N3 maximal 5 Prozent niedriger sein. Dabei ergibt sich ein Korridor für N1 von 24 bis 36, für die N2 von 50 bis 61 und für die N3 95 bis 100 Stück.

  • 1
  • 2

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Wiesbaden statt Bochum

Neuer Firmensitz für HRA»

Digitalisierung

Per Clickdoc zu Arzt und eRezept»

Windel-Dermatitis

Apotheker-Popo-Creme bis New York verschickt»
Politik

Landapotheken

„Die sächsischen Apotheker dürfen die Sozialministerin auf ihrer Seite wissen“»

ACAlert zur Europawahl

Apotheker wollen keine Gesundheits-EU»

ACAlert zur Europawahl

Inhaber lieben die CDU»
Internationales

PGEU

EU-Apothekerverband fordert Honorar für Engpässe»

CVS-Projekt

Von Yogakurs bis Rollstuhl: Apotheken werden „HealthHubs“»

Protestaktion

Basel: Der Sarg vor der Apotheke»
Pharmazie

Schlaganfallprävention

Kein Unterschied zwischen Pradaxa und ASS»

Anticholinergika

Meda bringt neue Spasmolyt-Stärke»

Vaginalatrophie in der Menopause

Intrarosa: Theramex bringt DHEA-Zäpfchen»
Panorama

Auszeichnung

Curosurf: Ehrendoktor für Chiesi»

Ärztepräsident warnt vor Sorglosigkeit

Videosprechstunden im Kommen»

Nachtdienstgedanken

„Sie haben doch genug davon“»
Apothekenpraxis

Adrenalin-Notfallpen

Fastjekt-Retax: Apotheke war zu langsam»

Charly im Einsatz

Apotheker testet Beratungs-Roboter»

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Der Spahn-Lauterbach-Komplex»
PTA Live

LABOR

AMK-Meldungen jetzt als Download»

Nebentätigkeit

PTA und Bauchtanz-Lehrerin»

Zeckenbisse

Fresh-up: Borreliose»
Erkältungs-Tipps

Nasennebenhöhlenentzündungen

Sinusitis: Wenn die Nase dicht macht»

Fünf Tipps

Ohrentropfen richtig anwenden »

Immunabwehr

Lymphe: Kernstück des Immunsystems»
Magen-Darm & Co.

Schleimhautschädigung

Magengeschwür: Bohrender Schmerzbringer»

Darmbeschwerden

Obstipation: Trinken und Bewegung oft nicht ausreichend»

Heilpflanzenportrait

Mariendistel: Ein Alleskönner für die Verdauung»
Kinderwunsch & Stillzeit

Allergie

Heuschnupfenmittel in der Schwangerschaft»

Wie Kate Middleton

Der Schwangerschaftsübelkeit trotzen»

Supplemente bei Kinderwunsch

Folsäure: Wieso, weshalb, warum?»