Packungsgrößenverordnung

Hier darf's ein bisschen mehr sein

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Berlin -

Apotheken dürfen nicht mehr als die verordnete Menge beliefern – diese Aussage stimmt nur zum Teil, denn in Einzelfällen ist dies zulässig. Die Wirtschaftlichkeit spielt dabei jedoch keine Rolle. Im Zeichen des Rabattvertrages darf über die verordnete Menge hinaus geliefert werden.

Hat der Arzt den Austausch auf ein anderes Arzneimittel durch Setzen des Aut-idem-Kreuzes nicht ausgeschlossen, muss nach Rabattvertrag der Krankenkasse beliefert werden. Entscheidend sind hierbei gleicher Wirkstoff, identische Wirkstärke, gleiche oder austauschbare Darreichungsform, Zulassung für ein gleiches Anwendungsgebiet und – für die Überschreitung der verordneten Menge entscheidend – die identische Packungsgröße.

Diese gilt entsprechend § 31 Sozialgesetzbuch (SGB V) als identisch, wenn diese dem gleichen Normbereich zugeordnet werden kann. Die Packungsgrößenverordnung (PackungsV) dient als Arbeitshilfe, um den gültigen Normbereich der Wirkstoffe zu ermitteln. Für den Protonenpumpenhemmer Pantoprazol etwa gilt: N1 sind 30 Stück; N2 sind 55 Stück und N3 sind 100 Stück.

Im Grundsatz gilt die Regelung, dass für die N1 die Anzahl der einzelnen Anwendungen nicht um 20 Prozent abweichen darf. Im Falle der mittleren Normgröße darf die Abweichung nicht mehr als 10 Prozent betragen und für die N3 maximal 5 Prozent niedriger sein. Dabei ergibt sich ein Korridor für N1 von 24 bis 36, für die N2 von 50 bis 61 und für die N3 95 bis 100 Stück.

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