Apo-Tipp

Desensibilisierung: „Laut Bestellschein" reicht nicht aus APOTHEKE ADHOC, 04.06.2019 09:03 Uhr

Berlin - Allergiegeplagte können mit einer spezifischen Immuntherapie wieder Lebensqualität zurückerlangen. Über einen Zeitraum von etwa drei Jahren kann ein individueller Allergenextrakt verabreicht werden. Der Arzt ermittelt per Allergietest, welche Stoffe in der Desensibilisierung enthalten sein sollen, und rezeptiert diese. Aber auch hier muss die Verordnung eindeutig sein.

Die Angabe „laut Bestellschein“ auf der Veordnung ist nicht ausreichend. Der Arzt muss die genaue Bezeichnung des Arzneimittels angeben. Handelsnamen und Pharmazentralnummer sollten dazu Platz auf dem Formular finden. Apotheken müssen zudem prüfen, ob die Angaben und Bezeichnungen auf dem Muster-16-Formular und dem Bestellschein übereinstimmen.

Rosa Rezepte dürfen je nach Bundesland und Kostenträger mit einer Frist von 28 beziehungsweise 30 Tagen nach Ausstellungsdatum zu Lasten der Kasse abgerechnet werden. Im Anschluss kann die Verordnung als Privatrezept behandelt werden, denn generell sind die Verordnungen drei Monate gültig. Auch Rezepte über Desensibilisierungen müssen binnen der Frist mit der Kasse abgerechnet werden.

In einigen Fällen kann es jedoch zu einer Fristüberschreitung kommen. Denn werden individuelle Lösungen angefertigt, kann dies bis zu vier oder sechs Wochen in Anspruch nehmen. Auch Lieferverzögerungen können möglich sein. Dann kann das Arzneimittel die Apotheke erst 28 oder 30 Tage nach Ausstellungsdatum erreichen. Apotheken dürfen dennoch die Verordnung beliefern. Dazu ist die Lieferverzögerung zu dokumentieren.

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