Rahmenvertrag

Aut-idem: Das sind die Austauschkriterien

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Berlin -

Ein Wirkstoff, verschiedene Rabattpartner: Woran liegt es, dass in der Software nicht alle vertragskonformen Arzneimittel angezeigt werden und nach welchen Kriterien wird ausgetauscht?

Ist Aut-idem nicht gesetzt, sollten Apothekenmitarbeiter grundsätzlich bei der Belieferung von Rezepten das verordnete Produkt in die Software eingeben – sofern keine Wirkstoffverordnung vorliegt. Das namentlich rezeptierte Arzneimittel gilt als Basis für die Ermittlung des Rabattpartners.

Für Arzneimittel, die nicht der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) unterliegen, müssen bestimmte Kriterien für eine Substitution auf ein Rabattarzneimittel erfüllt sein. Dazu zählen: gleicher Wirkstoff, identische Wirkstärke und Packungsgröße, gleiche oder austauschbare Darreichungsform sowie mindestens eine übereinstimmende Indikation. Trifft ein Kriterium nicht zu, darf nicht ausgetauscht werden, auch nicht wenn über die Wirkstoffsuche ein anderes Rabattarzneimittel zu finden ist. Es darf nur das Rabattarzneimittel abgegeben werden, das auch über Suche ausgehend vom verordneten Arzneimittel angezeigt wird.

Ein Beispiel ist die Wirkstoffkombination Levopamin/Benserazid. Einige Arzneimittel wie Restex sind zur Behandlung des idiopathischen Restless-Legs-Syndroms und des symptomatischen Restless-Legs-Syndroms in Folge einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz zugelassen. Levodopa/Benserazid von Beta ist jedoch zur Behandlung von Morbus Parkinson und des Parkinson Syndroms zugelassen und wird im Falle einer Wirkstoffsuche als Rabattarzneimittel angezeigt. Dennoch darf laut Rahmenvertrag § 4 nicht ausgetauscht werden, da beide Arzneimittel in keiner Indikation übereinstimmen.

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