Schwerin - Der Lohnabstand zwischen Klinikärzten und Medizinern im öffentlichen Gesundheitsdiensts hat nicht nur Folgen für die Gesundheitskontrollen bei Schülern. Neben den dafür zuständigen Gesundheitsämtern der Kreise findet auch die Polizei kaum noch Mediziner, die für Behörden arbeiten wollen.

„Das Besoldungsrecht bindet uns bei der Einkommensgestaltung die Hände. Für einen Polizeiarzt kann es nur die Gruppen A14/A15 geben. Und dafür wird es heute immer schwieriger, Bewerber zu finden“, konstatierte Innenminister Lorenz Caffier (CDU). In der Folge könnte einige der Polizeiarzt-Stellen im Land nicht besetzt werden. Ähnlich problematisch sei die Fachkräftegewinnung bei IT-Spezialisten, die in der freien Wirtschaft ebenfalls deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten hätten, sagte Caffier.

Laut Besoldungstabelle können Berufseinsteiger mit akademischem Abschluss mit einer monatlichen Vergütung von 4000 bis 5000 Euro rechnen. Die Besoldungsstufe A14 endet für langjährige Beamte bei 4500, die A15 bei 6200 Euro monatlich. Eine Hochstufung in die besser dotierten B-Gruppen sei bei der Polizei Spitzenbeamten vorbehalten. „Man kann ja, weil in einigen Berufen akuter Mangel herrscht, nicht das ganze Lohngefüge auf den Kopf stellen“, sagte Caffier. Er versuche daher, niedergelassene Ärzte auf dem Wege der Nebentätigkeit für die medizinische Versorgung in der Landespolizei zu gewinnen.

Der Mangel an Amtsärzten im Land war durch die jüngste Statistik zu den Gesundheitskontrollen bei Schülern erneut offenkundig geworden. Demnach wurden im Schuljahr 2017/2018 wegen fehlender Mediziner nur 70 Prozent der Viert- und 45 Prozent der Achtklässler von Amtsärzten untersucht, obwohl Gesundheitskontrollen in diesen Klassenstufen gesetzlich vorgeschrieben sind.

Wie das Gesundheitsministerium unter Berufung auf den Bundesverband der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst mitteilte, verdienen Mediziner in Krankenhäusern oder in Arztpraxen im Schnitt 1000 bis 1500 Euro pro Monat mehr. Politiker mehrerer Parteien forderten daraufhin eine Anpassung der Besoldung des öffentlichen Gesundheitsdiensts an die Vergütung in Krankenhäusern.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Vergleich

Xarelto: Bayer zahlt Hunderte Millionen»

WIRKSTOFF.A

Experte erklärt eRezept. Alles, was Sie wissen müssen»

E-Rezept: Milliardenträume bei Zur Rose

„So eine Chance hat man nur einmal im Leben“»
Politik

CDU-Landtagsfraktionssitzung

Spahn für Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen»

Lieferengpass

Oxytocin: Spahn ruft Versorgungsengpass aus»

Masern

Impfpflicht-Vorstoß: Grüne skeptisch»
Internationales

CBD-Produkte

CVS steigt ins Cannabis-Geschäft ein»

Erfolg mit E-Rezept

Tschechien: Ministerium will Rx-Versand zulassen»

USA

Apothekenkette Shopko ist am Ende»
Pharmazie

AMK-Meldung

Salofalk muss zurück»

Rote-Hand-Brief

Kein Elvitegravir und Cobicistat in der Schwangerschaft»

Zweites Halbjahr 2018

BfArM: 185 Medikationsfehler direkt gemeldet»
Panorama

Digitalkonferenz

VISION.A: Der Video-Rückblick»

Alternativmedizin

Drei Tote: Heilpraktiker vor Gericht»

Nachtdienstgedanken

Gute Doku, schlechte Doku»
Apothekenpraxis

Drei Schwangerschaften in einem Jahr

Eine Apotheke und drei Babys»

Kritik an Mondpreisen

Apothekenkundin: Zornesröte wegen Notfalldose»

Verfahren um Berufsverbot

Die Würde des Apothekers»
PTA Live

Tumorerkrankung

PTA mit Sehbehinderung: „Ich wollte in den Hintergrund“»

LABOR-Debatte

Apothekerdemo in Berlin: Eure Meinung ist gefragt!»

Apotheken-Konzerte

PTA Kim on Tour: Das sind die Gewinner-Apotheken»
Erkältungs-Tipps

Erkältung

Fließschnupfen vs. Stockschnupfen»

Verwechslungsgefahr

Grippe oder Erkältung?»

Kleine Pflanzenkunde: Kampferbaum

Wissenswertes über Campher»