Gesundheitsmagazin

Betreutes Kranksein mit Hirschhausen

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Berlin -

Mehr Nähe zum Leser und Patienten, mehr erklären, mehr abnehmen, mehr Natur, mehr Homöopathie, mehr Lifestyle-Design fürs Magazin. Dem Stern ist mit der Neuauflage von „Gesund leben” und dem neuen Chefreporter Eckhart von Hirschhausen auf Anhieb ein Quotenhit gelungen, zumindest für den Januar 2018.

Das zum Jahresanfang mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren gestartete Magazin war nach einer Woche ausverkauft, es wurden nochmals 90.000 Exemplare nachgedruckt. Was die Werbung betrifft, so finden sich im ersten Heft rund um den Volksdoktor Hirschhausen neben Anzeigen der „Apotheken Umschau” auch solche für das „Brigitte-Diätheft”, die neue dm-Bio-Produkte-Reihe, das Kochmagazin von Johann Lafer, das „Iss-Dich-Gesund”-Magazin, „Dr. Feel Good” für Teens und Twens sowie das Journal „Psychologie heute”.

Rund um die Artikel über Erkältung, Abnehmen, Yoga, Sehschärfe oder Ernährung finden sich Produktwerbungen für Prospan Hustenliquid (Engelhard), Neurapas (Pascoe) als Phytomedizin gegen Schlafstörungen, Sebamed, Cefavit, die Nahrungsergänzungsmittel Cefavit D3 und Cefavit B-complete von Cefak sowie Euphrasia Augentropfen von Wala.

Das Heft vermittelt solide Informationen übers Kranksein jenseits der Notfallmedizin, dazu dem Leser das Gefühl, dass sich jemand kümmert und Krankheiten im Plauderton und mit einer Prise Humor auch gleich viel besser zu bewältigen sind. Dass der promovierte Mediziner Hirschhausen dabei am Ende dem Leser womöglich den Eindruck verkauft, er selbst sei die beste Medizin, ist nicht auszuschließen.

Risiken und Nebenwirkungen dürften sich dabei in Grenzen halten, denn Hirschhausen empfiehlt sich bei seinen potentiellen Kunden bereits seit Jahren erfolgreich als Journalist und Buchautor, als TV-Moderator und Kabarettist. Bei allen Tipps für eine gesundes oder noch gesünderes Leben bedient auch Hirschhausen die bereits breit asphaltierte Ratgeber-Fahrbahn.

Bei Gruner & Jahr soll sich mit Hirschhausens „Gesund Leben” jetzt das zweite Personality-Magazin nach Barbara Schönebergers Frauenmagazin „Barbara” etablieren. In der immer älter werdenden Gesellschaft ist auf jeden Fall Kundenpotenzial für dieses Magazin vorhanden und betreutes Kranksein eine nicht geschlossene Marktlücke.

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